Nachrichten

„Gut, Sauber, Fair“ eine Genießer Gruppe mit Verantwortung

Slow Food Barnim - Oderland

Diesen Beitrag jetzt bestellen

Beitrag: Slow Food Barnim - Oderland

Datum: 22.02.2016
Rubrik: Gesellschaft

In der jetzigen modernen Gesellschaft muss alles schnell gehen. Auch die Ernährung. Auf dem Weg zur Arbeit schnell noch ein belegtes Brötchen vom Imbiss, in der Pause schnell einen Döner und zum Abendbrot eine Pizza von Lieferservice. Immer und überall bekommt man es und man weiß auch immer vorher schon wie es schmeckt. Irgendwie immer gleich. Fast Food. Hauptsache was zu essen. In der Systemgastronomie wird Essen mehr und mehr funktioneller. Massentierhaltung und Getreideimporte aus dritte Welt- Länder halten den Preis niedrig und industrielle Produktionsketten sorgen für den einheitlichen Geschmack. Aber es geht auch anders.
 
„Gut, Sauber, Fair“ lautet das Motto der Slow Food – Bewegung die sich für genussvolles, bewusstes und regionales Essen einsetzt. 1986 in Italien gegründet verbreitete sich die Botschaft des Vereins schnell in die Ganze Welt. Mittlerweile gibt es 1500 lokale Gruppen in 150 Ländern. So auch in Barnim und im Oderland. Die regional tätigen Gruppen nennen Sich Convivium, zu deutsch Tischgesellschaft. Die Convivien treffen sich in geselliger Runde und fördern den Erhalt regionaler Lebensmittel, Küche und Esskultur. Vergangenen Freitag traf sich das Convivium Barnim- Oderland und frönte der Nudel.  Die Mitglieder tauschen Rezepte, kochen gemeinsam und philosophieren über die Zutaten. Natürlich kamen dabei keine Fertigprodukte auf den Tisch. Die Nudeln wurden handgemacht genau wie die Füllung aus regionalen Produkten. Räucheraal mit Kapern und Frischkäse oder Steckrüben mit Ziegenfrischkäse, Curry und Vanillesalz. Alle Anwesenden teilen sich die Leidenschaft an guten Essen. Einige sprechen sogar von „Gastroerotik“, was wahrscheinlich weniger Scherzhaft gemeint ist als es klingt. In regelmäßigen Abständen lädt die Gruppe zu Veranstaltungen. Dazu gehören ein Schlachtfest und ein Quappen-essen. Bedrohte Nutztier- und Pflanzenarten sowie deren traditionelle Zubereitung spielen dabei eine wichtige Rolle. Gut muss das Produkt sein, Sauber in der Zubereitung und Zusammensetzung und es muss unter fairen Bedingungen hergestellt werden. Das gilt für die Arbeitskraft aller beteiligten und das Produkt gleicher maßen. Wer mehr über Slow Food erfahren möchte oder gern Mitglied werden will findet unter www.slowfood.de weitere Informationen.

Bericht/Kamera/Schnitt: Mirko Merkel

Weitere Meldungen aus dieser Rubrik

Pünktlich zum Schulstart

Eggersdorf (sd). Pünktlich zum Start in das neue Schuljahr konnte am Montag, dem 5. September 2016, der... [zum Beitrag]

Eine Einrichtung für alle

Neuenhagen (lh). Die Neuenhagener Arche ist weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus bekannt. Sie ist... [zum Beitrag]

Buntes treiben in Grüntal

Viele Zuschauer hatten sich in Grüntal versammelt um den bunten treiben auf der Dorfstraße Beachtung zu... [zum Beitrag]

Gewinner gekührt

Rüdersdorf (BAB). Am Dienstag, dem 13. September 2016, fand im Bürgerzentrum Brücke mittags die... [zum Beitrag]

Frisch gekocht und kurze Lieferwege

Fredersdorf-Vogelsdorf (lh). Die Vier-Jahreszeiten-Grundschule und der Vier-Jahreszeiten-Hort werden seit... [zum Beitrag]

„Notfall Schlaganfall – Zeit ist Hirn“

„Notfall Schlaganfall – Zeit ist Hirn“ - Je schneller die Diagnose Schlaganfall gestellt und der Patient... [zum Beitrag]

Kinderstimmen werden erhört

Bernau ist stets darum bemüht, das Image der familienfreundlichen Stadt zu verbreiten. So stehen im... [zum Beitrag]

Neue Maschen

Strausberg/Fredersdorf-Süd (BAB). Wie die Polizei mitteilte, wurden aus Strausberg am vergangenen... [zum Beitrag]

Busfahren als Unterrichtsstunde

Die frischen ABC-Schützen aus Joachimsthal tauschten heute ihr Klassenzimmer gegen einen Bus. Allerdings... [zum Beitrag]