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Die textile Spitze blüht wieder auf

Spitzenfrühling

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Beitrag: Spitzenfrühling

Datum: 30.05.2016
Rubrik: Kunst & Kultur

Heute finden man sie an Dessous, Nachtwäsche und Brautkleidern. Die textile Spitze. Meist wird sie jedoch nur noch maschinell hergestellt. Als profitables Handwerk ist es einfach zu Zeitaufwendig. Als Hobby finden sich jedoch immer mehr Anhänger und eben genau diese haben am Wochenende ihren liebsten Zeitvertreib gefrönt.
Die Fertigung von Spitzen ist ein altes Handwerk welches seinen Ursprung in Italien hat. Aufgrund des Aufwandes werden Spitzen heute nur noch als Hobby handwerklich gefertigt. Trotzdem blüht das Handwerk wieder auf. Beim Spitzenfrühling in Chorin konnte man vergangenes Wochenende alles rund um die Spitze erfahren. Neben verschiedenen Ausstellungen und Marktständen gab es auch Gesprächsrunden über diverse Techniken. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Eberswalder Kulturbund. Im Waldseehotel Frenz gab es eine Ausstellung zu sehen die sich mit der Geschichte der Spitze und den damit verbundenen Traditionen beschäftigte. Die Exponate stammten überwiegend aus privaten Sammlungen. Durch den Krieg gingen viele Dinge verloren. Einige seltene Stücke existieren dennoch. Bei den Recherchen zur Ausstellung fand der Kulturbund heraus das dass erste Brautkleid in Weiß Sissi zu zuschreiben ist. In einigen Kleidern der Sammlung waren auch persönliche Erinnerungen verwoben. Es gibt verschiedene Techniken Spitze herzustellen. Eine ist das Klöppeln. In der Kirche von Chorin sah man Moderne Spitzen. Heut zu Tage werden Spitzen nicht nur in Kleidungstücken verarbeitet. Trotz der viel günstigeren maschinellen Fertigung findet das Handwerk wider mehr Anhänger. Die handgemachte textile Spitze erlebt einen zweiten Frühling.

Bericht/Kamera/Schnitt: Mirko Merkel

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