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Zwei Investoren haben ihr Interesse bekundet – Nun geht es in die Verhandlungen

Nördlicher Bahnhof soll aufgewertet werden

Datum: 16.02.2017

Fredersdorf-Vogelsdorf (lh). Mit dem Bau des Verwaltungsneubaus soll auch der Bereich am nördlichen Bahnhof entwickelt werden. Mithilfe eines Interessenbekundungsverfahrens suchte die Gemeinde nach Investoren, die die Bahnhofsstraße/Loosestraße mit mehr Leben erfüllt. Bürgermeister Thomas Krieger wünscht sich mehr Aufenthaltsqualität für dieses Areal. Die zu veräußernden Flurstücke umfassen eine Gesamtfläche von rund 15.585 m²; basierend auf dem aktuellen Bodenrichtwert von 80 Euro/m², beträgt das Mindestgebot für die Grundstücke 1.246.800 Euro. Insgesamt haben sich zwei Interessenten bei der Verwaltung gemeldet. Die Central Bau- und Verwaltungs GmbH überbot den ausgeschriebenen Kaufpreis und unterbreitete, 1.250.000  Euro zu bezahlen. Die Tamax GE Märkisch-Oderland GmbH bekundetet ihr Interesse erst nach Ende der Angebotsfrist. Sie bot max. 800.000 Euro für die ausgeschriebenen Flurstücke. Der Name ist in der Gemeinde mittlerweile kein Unbekannter, denn das Unternehmen hat 2015 auch das Dreieck an der Akazienstraße gekauft und will dies nun bebauen. Diese Ergebnisse stellte die Verwaltung am 26. Januar 2017 den Gemeindevertretern vor. Volker Heiermann (SPD) monierte, dass Tamax ja nur die Hälfe des Verkehrswertes der Grundstücke biete, und schlug daher vor, die Beschlussvorlage dahingehend zu ändern, dass die Verhandlungen nur geführt werden, wenn der Verkehrswert auch gezahlt werde. Krieger sprach sich gegen den Änderungsantrag aus und warb stattdessen um das Vertrauen der Abgeordneten. Er erklärte, dass vor allem gerade Wohnungen und Altenheime am Markt viel Geld bringen und Investoren natürlich einen möglichst hohen Gewinn aus ihren Geschäften erzielen wollen. „Aber wollen wie so unsere Ortsmitte gestalten? Ich nicht", ließ er die Gemeindevertreter wissen. „Wir als Gemeinde wollen mitbestimmen." Diesen Spielraum könnte man sich unter Umständen nehmen, wenn man vom zweiten Investor den vollen Preis verlange, da er diesen Verlust dann wieder ausgleichen müsse. Schwerpunkte sollen kleinteiliger Einzelhandel, Büros, Gastronomie, Gesundheit, Kinderbetreuung, Kultur und Freizeit sein. Zudem soll eine dementsprechende Infrastruktur geschaffen werden. Neben ausreichend Parkplätzen beinhalte dies auch den Bau eines Geh- und Radweges zwischen der Loosestraße und dem Verwaltungsneubau.
Zudem ist ein zum Teil sozialverträglicher Geschosswohnungsbau (Wohnen und/oder Gewerbe, gewünscht: seniorengerechte Wohnungen) als Übergang in Richtung Rathaus und entstehendem Verwaltungsgebäude angedacht. Jutta Schramm (Die Linke) merkte an, dass ihr in der Planung eine Toilette fehlt. Der Bürgermeister versprach diesen Aspekt mit in die Verhandlungen aufzunehmen. Manfred Arndt (fraktionslos) regte an, auch eine Ladestation für E-Autos sowie ein „vernünftiges Parkhaus" bauen zu lassen. Der SPD-Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt, dem Hauptantrag folgten die Gemeindevertreter einstimmig. Demnach wird die Gemeinde zuerst die Verhandlungen mit der Central Bau- und Verwaltungs GmbH aufnehmen und sollten diese ergebnislos sein, mit Tamax GE Märkisch-Oderland GmbH verhandeln.

BU: Der nördliche Bahnhof soll aufgewertet werden: Zur Disposition stehen Flurstücke an der Loosestraße und der Bahnhofsstraße.   Foto: lh
 

 

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