Nachrichten

Neuer Eigentümer Kosima GmbH sorgt für alternative Nistplätze

Keine Landeerlaubnis für Schwalben auf Schönower Kabelwerksgelände

Diesen Beitrag jetzt bestellen

Beitrag: Keine Landeerlaubnis für Schwalben auf Schönower Kabelwerksgelände

Datum: 15.03.2017
Rubrik: Gesellschaft

Das Grundstück des alten Kabelwerks in Schönow liegt seit mittlerweile 20 Jahren brach. Der neue Eigentümer des Grundstücks, die Kosima GmbH möchte die Fläche jetzt bebaubar machen. Dafür müssen jetzt auch die alten, verlassenen Hallen weichen. Doch da gibt es ein kleines Problem, denn die Hallen sind noch bewohnt, zumindest ab Frühjahr wieder. Zahlreiche Schwalben haben hier ihre Nistplätze.

Die 5,7 ha große Fläche des ehemaligen Kabelwerks in Schönow liegt nun seit 20 Jahren brach. Auch das letzte Überbleibsel der ehemaligen Fabrik, der 1970 errichtete Backschornstein, wurde im Mai 2016 in einer kontrollierten Sprengung abgerissen. In Kürze sollen auch die alten Hallen weichen um die Fläche baulich an das umgebende Siedlungsgefüge anzupassen. Der jetzigen Eigentümer des Grundstücks ist die Kosima GmbH. Sie plant hier den Bau von 80 Einfamilienhäusern. Allerdings gibt es ein Problem, denn momentan bieten die alten Hallen einen Lebensraum für zahlreiche Schwalben, die schon bald zu ihren Nestern zurückkehren werden. Da einmal angenommene Brutplätze über Jahre hinweg vom selben Schwalbenpaar wieder genutzt werden, stellt die Entfernung der Nester eine Bedrohung dar. Um den Schwalben jedoch eine Alternative zu bieten, hat sich die Kosima GmbH darum bemüht, neue Nistplätze, ganz in der Nähe für die Schwalben zu errichten. Mitarbeiter des Schönower-Heide-Vereins brachten daher gestern 15 neue Mehlschwalbennester und 2 Spatzenkolonien in Zusammenarbeit mit der GalaBau Firma Sieber auf dem ca. 100 Meter entfernten Grundstück von Familie Daniel an. „ Schwalben sind Zugvögel, die jetzt im Frühjahr wieder zurück nach Europa kommen und sich dann ihre Nistplätze suchen, wo sie bauen können. Mehlschwalben bauen ihre Nester aus einem Lehm-Sand Gemisch. Von diesem Baumaterial ist hier relativ wenig vorhanden, daher ist es gut, dass wir ihnen jetzt vorgefertigte Nistplätze angebracht haben, damit sie gleich mit der Brut beginnen können“, so Hartmut Quandt vom Schönower-Heide – Verein e.V. Sowohl Schwalben als auch Spatzen sind sehr gesellige Tiere, so dass sich Kolonien in beliebiger Anzahl bilden können. Daher werden auch gleich mehrere Nisthilfen angebracht. Die leichten Nistkästen bestehen aus asbestfreiem Pflanzfaserbeton und eignen sich hervorragend zur Anbringung an Außenfassaden. Und damit die Schwalben bei ihrer Rückkehr davon abgehalten werden neue Nester zu bauen, werden die Hallen von der Kosima GmbH noch rechtzeitig gesichert.

Bericht/Kamera/Schnitt: Katja Altmann

Weitere Meldungen aus dieser Rubrik

Mehr Praktikumsplätze für Schüler...

Das Oberstufenzentrum Barnim in Bernau und die Stadt Eberswalde haben ihn bereits unterzeichnet – einen... [zum Beitrag]

Kita Knirpsenstadt ist Kita Cool 2017

Für die Kinder der Kita Knirpsenstadt aus Panketal gab es am Montag eine tolle Überraschung. Das Team von... [zum Beitrag]

Sparkasse unterstützt Spreetreiben

Jedes Jahr zu Ostern findet zwischen Neu Zittau und Erkner das Spreetreiben statt. In diesem Jahr bereits... [zum Beitrag]

Zuverlässige Technik trifft auf Moderne

Das Schiffshebewerk in Niederfinow. 1934 eröffnet wurde es schnell zu einem wichtigen Teil des... [zum Beitrag]

Knirpse feiern buntes Jubiläumsfest

Zepernick (sg/da). Der Elternverein „Knirpsenstadt“ e.V. in Zepernick feierte vergangene Woche Freitag... [zum Beitrag]

Spende für das Hospiz

Einen Check in Höhe von 7500 Euro konnte am Mittwoch das Eberswalder Hospiz „Am Drachenkopf“ entgegen... [zum Beitrag]

Medizinischer Dienstag

Beim Medizinischen Dienstag drehte sich alles um das Gesicht. Es ist das Persönlichkeitsmerkmal Nummer... [zum Beitrag]

Sprach-Café in Fürstenwalde

So wie Raed Darwish kommen einmal im Monat Flüchtlinge ins Sprach-Cafe der Ev. Kirchengemeinde in... [zum Beitrag]

"Polyglotta" in Rüdersdorf

Strastwutje, Salut, ¡Hola, Salve. In Rüdersdorf wurde gestern in vielen Sprachen gesprochen. Das... [zum Beitrag]