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Auf ein Wort - von Ruben Metzke, Christus-Gemeinde Eberswalde

Alle Jahre wieder

Datum: 13.04.2017
Rubrik: Ratgeber

Eberswalde. Nein, nicht Weihnachten. Aber dafür Ostern. Osterhase, Ostereier, Eiertrudeln, hoffentlich schöne Erlebnisse und Zeit mit der Familie oder Freunden. Vielleicht sogar etwas Entspannung. Das wünsche ich Ihnen. Ich lade Sie aber auch dazu ein, die christliche Bedeutung von Ostern zu entdecken. Dazu lasse ich Jesus selbst zu Wort kommen: „Das ist mein Blut. Es steht für den Bund, den Gott mit den Menschen schließt. Mein Blut wird für die Vielen vergossen werden, zur Vergebung ihrer Schuld.“ (Matthäusevangelium 26, 28) Wenn Jesus hier von seinem Blut spricht, hat er damit nicht etwa eine verklärte, mystisch religiöse Vorstellung im Kopf. Er will damit schlicht deutlich machen, dass es ihn einen barbarischen und blutigen Tod am Kreuz kosten wird, um die Sünden vieler Menschen vergeben zu können. Und damit reiht er sich freiwillig in die grausamen Erfahrungen aller Menschen ein, die in ihrem Leben unerträgliches Leid durchmachen mussten und müssen. Aber warum war es Jesus so wichtig, unsere Schuld stellvertretend vergeben zu können? Dazu müssen wir uns den berechtigten Schrei der Mehrheit der Menschen auf unserer Erde, nach endgültiger Gerechtigkeit, vor Augen halten. Irgendwann muss Gott doch die Ungerechtigkeit, die wir Menschen uns gegenseitig antun, ahnden. Was aber Jesus hier sagt geht noch weiter: Er sagt nicht: „Naja, ist doch klasse, wenn die Menschen endlich mal ihre gerechte Strafe bekommen.“ Nein, er sagt: „Ich nehme ihre Strafe auf mich.“ Das ist echte Wertschätzung, Annahme und echtes Mitgefühl, vom Sohn Gottes persönlich. Denn Gott hat Jesus als seinen Sohn bestätigt, als er ihn vom Tod ins Leben zurückholte. Das ist die zweite zentrale Aussage des christlichen Osterfestes. Denn Jesus will nicht nur unsere Schuld vergeben, sondern er möchte uns auch ein völlig neues und anderes Leben schenken. Ein Leben erfüllt von gegenseitiger Wertschätzung mit Ewigkeitsperspektive. Das ist sein Angebot an uns. Kein Zwang. Und die Entscheidung, sich näher damit zu beschäftigen, muss jeder für sich persönlich treffen. Zum Beispiel durch den Besuch einer der zahlreichen Gottesdienste und Veranstaltungen der Gemeinden des Ökumenischen Arbeitskreises in Eberswalde.

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