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Jahreshauptversammlung des Löschzuges Fredersdorf Süd - Neuer Gerätewagen Atemschutz

Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif

Datum: 21.04.2017
Rubrik: Gesellschaft

Fredersdorf (lh). Es war ein internationales Treffen, die Jahreshauptversammlung des Löschzuges Fredersdorf Süd. Befreundete Wehren aus dem niederländischen Echternach und aus Warschau sowie aus Hamburg waren nach Fredersdorf-Vogelsdorf gekommen. Unter den Gästen waren auch die Löschzugführer aus Vogelsdorf und Fredersdorf-Nord, Gemeindebrandmeister Karsten Schulz sowie Bürgermeister Thomas Krieger und der stellvertretende Vorsitzende der Gemeindevertretung, Volker Heiermann. 54 Einsätze sind die 26 aktiven Feuerwehrleute im letzten Jahr gefahren. „Das ist etwas mehr als einmal pro Woche“, brach Löschzugführer Sebastian Sommer herunter. Davon waren 29 Brandeinsätze und 25 technische Hilfeleistungen.Man merkt, so Sommer, dass die wetterbedingten Einsätze zunehmen – umgestürzte Bäume, herabgefallene Äste. Auch, dass die Menschen immer älter werden, schlägt sich in der Bilanz der Feuerwehr nieder – die Türnotöffnungen werden mehr oder die Rettung von leblosen Personen und auch mit Suizid und Suizidversuchen werden die ehrenamtlichen Feuerwehrleute konfrontiert. Doch die Einsätze sind nur möglich, wenn die Kameradinnen und Kameraden zusätzlich viele Stunden mit Ausbildungen, Geräte- und Reinigungsdienst oder Instandsetzung verbringen, so dass im Notfall jeder weiß, was er zu tun hat und die Gerätschaften einwandfrei funktionieren. Insgesamt 1.480 Stunden haben die Feuerwehrleute dafür 2016 aufgebracht. 1.160 Stunden wurden in die Jugendarbeit investiert. „Unsere über Jahre konstante Zahl an Mitgliedern der Jugendfeuerwehr ist nicht möglich ohne die Arbeit der Jugendfeuerwehrwarte“, betonte Sebastian Sommer. Er wandte sich an den Bürgermeister und den stellvertretenden Vorsitzenden der Gemeindevertretung und betonte, dass die lokale Politik die Feuerwehr noch stärker bei der Gewinnung neuer Mitglieder unterstützen müsse. „Vor allem die Tagesbereitschaft muss weiter gestärkt werden“, sagt Sommer. Karsten Schulz kam in seiner Ansprache ebenfalls auf das Nachwuchsproblem zu sprechen. Es sei wichtig, den jungen Leuten auch Wohnraum anzubieten, nicht jeder kann es sich gleich leisten ein Haus zu bauen und diese Leute gehen der Gemeinde verloren. Gleichzeitig appellierte er an die anwesenden Vertreter der Lokalpolitik, für die Feuerwehr bereitwilliger Geld in die Hand zu nehmen. „Auch Feuerwehrleute sind Steuerzahler und Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif“, mahnte der Gemeindebrandmeister.  Höhepunkt des Abends war die Übergabe eines neuen Gerätewagens Atemschutz. Er löst ein Fahrzeug aus dem Baujahr 1988 ab. „Das spricht dafür, wie pfleglich wir mit der uns überlassenen Ausstattung umgehen“, sagte Sebastian Sommer. Das Fahrzeug, das nun außer Dienst gestellt wird, war der erste Gerätewagen Atemschutz im Landkreis. Der nächste ist mittlerweile erst im feuerwehrtechnischen Zentrum in Strausberg zu finden. Das neue Fahrzeug hat zusätzlich 16 Atemschutzgeräte an Bord, zuvor reichte die vorhandene Anzahl der Geräte nicht mehr aus. Das Fahrzeug wird im Notfall im ganzen Landkreis unterwegs sein. Bürgermeister Krieger sagte, es sei gut, dass die entsprechende Ausrüstung vorhanden ist, er jedoch hoffe, dass der Ernstfall, in dem das neue Fahrzeug gebraucht wird, nie eintritt.

BU: Neben den Ehrungen von Beförderugnen von verdienten Kameradinnen und Kameraden wurde auch der neue Gerätewagen Atemschutz in Dienst gestellt.    Foto: lh

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