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Aus dem denkmalgeschützten Kasino auf dem ehemaligen Polizeischulgelände in Basdorf wird eine Sporthalle gemacht

Fördermittel für Umbau übergeben

Datum: 18.05.2017

Basdorf (fw). Mit einem Zuwendungsbescheid über 1,7 Millionen Euro reiste Brandenburgs Agrarminister Jörg Vogelsänger am Dienstag nach Basdorf. Auf dem Gelände der ehemaligen Landespolizeischule übergab er die offi ziellen Unterlagen an die Wandlitzer Bürgermeisterin Jana Radant. Das Geld aus EU- und Landesmitteln aus dem Förderprogramm für die Ländliche Entwicklung (ELER) wird zum Umbau des unter Denkmalschutz stehenden Kasinos zur neuen Sportstätte für den Polizeisportverein (PSV) Basdorf genutzt. Insgesamt soll der Umbau des Gebäudes, das seit dem Umzug der Polizeifachhochschule im Jahr 2006 leer steht, 2,3 Millionen Euro kosten. In dem Fachwerkhaus soll künftig die Möglichkeit bestehen, die vom Verein angebotenen Kampfsportarten Ju Jutsu, Karate und Kickboxen zu trainieren. Dafür werden zwei unterschiedlich große Hallen inklusive Sanitär- und Umkleidebereichen sowie Lagerfl ächen geschaffen. Baustart soll im Januar nächsten Jahres sein. Für Februar 2019 ist das Ende der Bauarbeiten avisiert. Der Verein, der seit 2014 Landesstützpunkt für Ju Jutsu ist, kann es kaum erwarten, bis die neuen Räumlichkeiten endlich genutzt werden können. Immerhin wurde bereits im Jahr 2013 ein entsprechender Beschluss in der Gemeindevertretung gefasst. Ende 2015 wurde der Bauantrag genehmigt und Anfang 2016 wurden die Fördermittel beantragt, die nun übergeben wurden. Mit mehr als 700 Mitgliedern in 13 Abteilungen wie Badminton, Budo, Gymnastik und Volleyball ist er einer der größten Vereine der Region und stößt an die Grenzen der räumlichen Kapazitäten. Das war auch ein Grund dafür, dass ein Aufnahmestopp verhängt werden musste. Derzeit trainieren die verschiedenen PSV-Sektionen in Hallen in Wandlitz und Basdorf. Um die Trainingszeiten des Vereins zu verbessern und um auch anderen Vereinen der Gemeinde die Möglichkeit zur Nutzung zu geben, wird das Gebäude nun umgebaut. „Das Projekt ist von außerordentlicher sozialer und sportlicher Bedeutung“, sagte Jana Radant in ihrer Rede. Das Gebäude steht auf einem geschichtsträchtigen Gelände. Zwischen 1942 und 1945 diente es als Zwangsarbeiterlager der Brandenburgischen Motorenwerke. Daher ist ein Denkmal geplant, das an diese Zeit erinnert. „Aus einem Ort, an dem Menschen umgekommen sind und gelitten haben, wird nun ein Ort der Zukunft für junge Menschen“, freute sich Vogelsänger. Daher sei das Geld in Basdorf gut angelegt. Das ehemalige Polizeischulgelände erhält durch das Sporthallenprojekt in seiner Gesamtheit einen weiteren Entwicklungsimpuls als neues Basdorfer Quartier, in dem die Bereiche Wohnen, Gewerbe und Soziales vereint werden. So sind auf insgesamt 40 Hektar neben Wohnungen und Einkaufsmöglichkeiten auch eine Kita und eine Tagespfl egestelle geplant. Als Fernsehbeitrag auf: www.odf-tv.de

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