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Polizei führte Abstandskontrollen mit dem Hubschrauber durch – Autoschieber festgenommen

Sicherheitsabstand rettet Leben

Datum: 18.05.2017

Märkisch-Oderland (km/lh). Sieben Lkw-Unfälle ereignen sich im Schnitt täglich auf Brandenburgs Autobahnen. Die Folgen sind häufig gravierend. Kilometerlange Staus, stundenlange Sperrungen, bis die Verletzen ärztlich versorgt, Lkw und Ladung geborgen und die Straße wieder frei gegeben worden ist. Doch viel schlimmer – 13 Menschenstarben bei diesen Unfällen im letzten Jahr und 390 Menschen  wurden verletzt.Immer wieder ist zu dichtes Auffahren der Lkw-Fahrer die Unfallursache. Allein 388-mal registrierte die Polizei im vergangenen Jahr Abstand als Unfallursache. Um zukünftig die Anzahl solcher Unfälle zu vermeiden, hat die Polizei in der vergangenen Woche eine verstärkte Kontrolle auf der A12 durchgeführt. Dabei kam der Polizeihubschrauber zum Einsatz - aus rund 500 Metern Höhe hat Hubschrauberpilot Steve Dornblut den Überblick und kann mithilfe von hochsensibler Kameratechnik Messungen durchführen, diese als Beweismittel sichern und die Daten an die Kollegen am Boden übermitteln. Diese unterzogen die Fahrzeuge auf dem Parkplatz Kersdorfer See, in Fahrtrichtung Frankfurt (Oder) einer Kontrolle.In der sechsstündigen Polizeiaktion auf der BAB 12 wurden insgesamt 91 Fahrzeuge des Schwerverkehrs angehalten und kontrolliert. Jan Strotzer, Leiter Verkehrsangelegenheiten im Polizeipräsidium Brandenburg, erklärte, es sei bei der Aktion vor allem um die Sensibilisierung der Auto- und LKW-Fahrer gegangen. „Der richtige Sicherheitsabstand bedeutet sichere Fahrt für jeden.“ Neben 35 Abstandsverstößen, 21 davon vom Hubschrauber gesehen, stellten die Mitarbeiter der Verkehrspolizei bei 39 weiteren Fahrzeugen Ordnungswidrigkeiten fest. Darunter waren Verstöße gegen die Ladungssicherung, Sozialvorschriften (Lenk- und Ruhezeiten), aber auch nichtangelegte Sicherheitsgurte und Telefonieren während der Fahrt.Doch nicht nur LKW wurden kontrolliert, am Vormittag wurde eine Luxuslimousine angehalten, kurz hatte der einschlägig bekannte 49–jährige Fahrer noch einen Fluchtversuch unternommen. Innerhalb von wenigen Minuten stellte sich der Wagen als in Köln gestohlen heraus. Für 300 Euro sollte der Fahrer den gestohlenen Wagen über die Grenze bringen. Er wurde festgenommen und der Pkw sichergestellt.  90 Beamte der Polizei Brandenburg, gemeinsam mit etwa 20 Kolleginnen und Kollegen der Polizei der Woiwodschaft Gorzów, der Bundespolizei, dem Hauptzollamt Frankfurt (Oder), dem Bundesamt für Güterverkehr, den Landesämtern für Arbeitsschutz sowie Bauen und Verkehr waren an der Aktion beteiligt. Die Polizei Brandenburg begleitete die polizeilichen Maßnahmen auf Twitter. Laut Bußgeldkatalog müssen Fahrzeuge über 3,5 Tonnen bei mehr als 50 Kilometern pro Stunde einen Mindestabstand von 50 Metern einhalten, sonst drohen Strafen von 80 Euro und ein Punkt in Flensburg.

BU: Im Zuge der Abstandskontrolle auf der Autobahn ist den Polizeibeamten ein Lexus mit Kölner Kennzeichen aufgefallen. Wie sich herausstellte, war der Wagen gestohlen und der Fahrer (weißes Hemd) wurde verhaftet.

Foto: km

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