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Erster Wirtschaftstag der Metropolregion zu Gesundheit und Tourismus

Potential der Region ausschöpfen

Datum: 19.05.2017

Altlandsberg/MOL (sd). „Zusammen. Innovativ. Attraktiv", lautet der Slogan der Metropolregion Ost Berlin-Brandenburg. Mit dem ersten Wirtschaftstag wurde den Akteuren kürzlich ein neues Forum zur Interaktion geboten.
„Wir haben den Anspruch, Unternehmer, Politiker und Verwaltungen zusammen zu bringen, Herausforderungen über Verwaltungsgrenzen hinweg zu benennen und anzugehen", umriss Johannes Martin, Bezirksstadtrat für Wirtschaft, Straßen und Grünflächen in Marzahn-Hellersdorf eingangs. Besonders im Fahrwasser der Internationalen Gartenausstellung (IGA) wollen Akteure der seit über einem Jahr bestehenden Metropolregion Ost Berlin-Brandenburg zusammenarbeiten und Potentiale ausschöpfen. Konkret sind das der Landkreis Märkisch-Oderland, der Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf und die Gemeinde Ahrensfelde. Während im Alltag Unterschiede innerhalb dieser Metropolregion de facto nicht mehr wahrnehmbar seien, sollen auf diesem Weg nun auch Verwaltungs- und Wirtschaftsgrenzen gemeinsam überwunden werden.
Der Beigeordnete des Landkreises Märkisch-Oderland, Rainer Schinkel, warb für Dynamik und Zukunftschancen der Region. Berlinnähe sowie die „Ostkompetenzen" im Wirtschaftsbereich hätten Firmen und Märkte über Jahre hinweg verschmelzen lassen. Besonders mit Blick auf die Infrastruktur, welche nur gemeinsam gestärkt und weiterentwickelt werden könne, appellierte Schinkel an ein „Denken über die Verwaltungsgrenzen hinweg".
Über einen Werte- und Erfahrungsaustausch solle die Region gestärkt werden, erklärte Uwe Heß, Vorstandsvorsitzender des Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreises e. V. Vor allem die aktuell stattfindende IGA sei Sprungbrett für eine touristische Weiterentwicklung und Gelegenheit, Menschen in die Region zu ziehen.
Bis nach Potsdam habe sich das Projekt herumgesprochen, wie Wirtschaftsminister Albrecht Gerber sagte. Die natürlichen Gegebenheiten prädestinierten das rasche Wachstum von Tourismus und Gesundheitswirtschaft in der Region. Daher sei der Gesundheitstourismus nur eine logische Weiterentwicklung. Unter anderem das war auch Grund für die Organisatoren um Kerstin Karasch und Isabelle Mensching vom Regionalmanagement, den Schwerpunkt der Auftaktveranstaltung auf Gesundheit und Tourismus zu legen.
In anschließenden Diskussionsrunden und Vorträgen wurden Erfahrungen und Denkansätze ausgetauscht. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter von Wirtschaftsgemeinschaften, Unternehmen aus dem Gesundheitswesen, Verwaltungen, Bildungseinrichtungen und mehr nahmen rege teil. Die Ausbildung und Gewinnung von Fachkräften, vor allem aber wie sie zu halten sind, war ebenso Thema wie Chancen und Risiken der Digitalisierung.Handlungs- und Kompetenzfelder von Verwaltungen und Wirtschaftenden müssten verändert, teils erweitert werden, um besser ineinander zu greifen und Entwicklungsprozessen mehr Raum zu geben. Dabei sei ebenso die Landespolitik gefragt, mit gesetzlichen Vorgaben Weichen zu stellen.
Organisatorin Isabelle Mensching vom Regionalmanagement zog ein positives Fazit aus der Veranstaltungspremiere in der Altlandsberger Schlosskirche: „Wir hatten viele eloquente Teilnehmer, die mit ihren Erfahrungen und im offenen Meinungsaustausch zahlreiche Impulse gaben." Viele Gäste lobten das Format und fragten bereits nach kommenden Foren dieser Art. Vorläufig ist beabsichtigt, den Wirtschaftstag jährlich stattfinden zu lassen. Eine konkrete Auswertung werde zeigen, wo noch Verbesserungsbedarf sei. So wird überlegt, ob beim nächsten Wirtschaftstag nur ein statt zwei Themen im Fokus stehen sollte. An der Länge der Veranstaltung von 14.30 Uhr bis in die Abendstunden gäbe es hingegen nichts auszusetzen. Oft wären Diskussionen noch länger geführt worden, hieß es.

BU: Märkisch-Oderlands Wirtschaftsamtsleiter Rainer Schinkel war einer der Gastredner des ersten Wirtschaftstages und lobte Dynamik sowie „Ostkompetenz" der Region.     Foto: sd
 

 

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