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Auftaktveranstaltung zur Seniorenwoche – Ältere wichtiger Gesellschaftsteil – Lesepaten gesucht

„Eine Stadt für alle Generationen“

Datum: 15.06.2017
Rubrik: Gesellschaft

Strausberg (sd). Bereits am vergangenen Samstag, 10. Juni eröffnete Brandenburgs Sozialministerin Diana Golze die 24. Seniorenwoche unter dem Motto „Für ein lebenswertes Brandenburg - solidarisch - mitbestimmend - aktiv". Zahlreiche lokale Akteure boten in der Woche dann vielfältige Veranstaltungen.
Eine illustre Runde bildeten die älteren Damen und Herren im Volkshaus Nord zur Strausberger Auftaktveranstaltung der 24. Brandenburger Seniorenwoche. So berichteten eingangs der Vorsitzende des Seniorenbeirates Frank Aethner und Bürgermeisterin Elke Stadeler über aktuelle Entwicklungen, bevor die Veranstaltung zur gemütlichen Zusammenkunft überging.
Da es jedes Jahr schwieriger werde, dieses Event zu organisieren, dankte Angelika Wieland vor allem den vielen Unterstützern. Gemeinsam mit Peter Knoblich sowie dem Team des Volkshauses übernahm sie die Planung. Während beispielsweise Rüdersdorf eine komplette Woche mit Veranstaltungen zur Seniorenwoche biete, konzentriere sich die Stadtverwaltung auf Höhepunkte wie den Auftaktnachmittag und den Tag der Senioren, welche die Angebote von Volkssolidarität, AWO, Sozialpark und anderer Vereine und Einrichtungen unterstützen, so Wieland.
Von den rund 150 Gästen kamen viele von der Volkssolidarität, der AWO und aus der Seniorenresidenz am Straussee. Vor über 15 Jahren wurde die gemeinschaftliche Runde als Strausberger Auftakt zur landesweiten Seniorenwoche vom Seniorenbeirat ins Leben gerufen. Fand sie anfangs noch im Klub am See und zeitweise im großen Saal der Bundeswehr statt, hat sie seit einigen Jahren im Volkshaus Nord eine Heimstätte gefunden. „Wir hatten bei Zeiten schon fast 250 Gäste", erinnert Wieland. Doch es sei zunehmend schwieriger, auch die „jüngeren Alten" unter 67 Jahren zur Teilnahme zu animieren.
„Das Älterwerden kann in vielen Bereichen ein großer Gewinn für die Gesellschaft sein", so Frank Aethner, der dies mit Blick auf viele Ehrenamtliche im Rentenalter belegte. Rund 22 Prozent der Bevölkerung ist über 65 Jahre alt – ein Trend, der sich fortsetzen wird. Auch erinnerte er an die Herausforderungen, die die alternde Bevölkerung an die Gesellschaft und Verwaltungen stellt. Strausberg sei auf einem guten Weg, habe vieles bereits umgesetzt und sei weiterhin dabei, Vorhaben zu realisieren, bilanzierte der Vorsitzende des Seniorenbeirates der Stadt.
Mit den Lesepaten, welche die Bundtstift-Schule derzeit sucht, sprach Frank Aethner ein Projekt an, von dem Generationen profitieren können. Ältere Menschen können dabei für rund eine Stunde in der Woche gemeinsam mit Schulkindern lesen. Während die Senioren so eine nützliche Aufgabe erhielten, wäre das gemeinsame laute Lesen für die Kinder wichtig, um Hemmnisse abzubauen. Sowohl für Schüler mit Migrationshintergrund als auch solche mit Lese-Rechtschreibschwäche sei der Effekt kaum abzuschätzen, wie eine Lehrerin ergänzte. Interessierte können sich direkt unter 03341/31 13 55 mit den Verantwortlichen der freien Schule in Verbindung setzen.
Den neuen Ratgeber für Senioren der Stadt stellte indes Bürgermeisterin Elke Stadeler kurz vor. „Senioren sind eine Macht und ein sehr begehrter Personenkreis", so Stadeler, was mit lautem Beifall quittiert wurde. Gleichzeitig appellierte sie auch für stärkere Mitwirkung im Seniorenbeirat der Stadt. Die Verantwortlichen - nicht nur der Stadtverwaltung - stünden vor der großen Aufgabe, für alle Generationen zu planen, so Stadeler weiter. Während viel Zuzug herrsche, würden die Einwohner zunehmend älter. Neben barrierefreiem Bauen verwies Strausbergs Bürgermeisterin auf aktuelle Projekte, wie das altersgerechte Wohnen, welches auf dem Gelände des ehemaligen Klubs am See entsteht sowie kommende Vorhaben der Strausberger Wohnungsbaugesellschaft.
Ein Höhepunkt zur Seniorenwoche in Strausberg war sicherlich der dritte Tag der Senioren am vergangenen Donnerstag. Von 14 bis 18 Uhr wurde auf dem Marktplatz in der Altstadt ein buntes Programm mit zahlreichen Angeboten und Stargast Bata Illic geboten. Den Nachmittag ließen die Gäste im Volkshaus bei Tischgesprächen, Kaffee, Kuchen, Tanz und Musik ausklingen. Während das „Duo Albrecht" musikalisch und mit einigen Sketschen unterhielt und zum Tanzen animierte, präsentierten die älteren Mitglieder der „Hot Heels" aus Neuenhagen ihre Line-Dance-Einlagen. Bis zu 73 Jahre waren die Tänzer alt und zeigten, dass Alter kein Hinderungsgrund für Lebensfreude und aktive Gestaltung sein muss.

BU: In gemütlicher Atmosphäre bei Tanz und Tischgesprächen, unterhalten vom „Duo Albrecht", verlebten die Senioren den Nachmittag.     Foto: sd
 

 

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