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Feueralarm in der Grundschule „Am Stienitzsee“ – erfolgreiche Übung

Rauchschwaden im Schulhaus

Datum: 14.07.2017
Rubrik: Gesellschaft

Henickendorf (sd). Grauer Rauch waberte über den Flur vor den Klassenräumen, der Feuerlarm schrillte, dann ging alles ganz schnell. Kinder und Lehrer der Hennickendorfer Grundschule absolvierten kürzlich eine Brandschutzübung mit Bravour.
Vor Bränden ist niemand gefeit und besonders an Kindereinrichtungen ist eine geordnete Evakuierung, ohne Panik entstehen zu lassen, überlebenswichtig. Daher wird der Ernstfall regelmäßig geübt. Kürzlich stellten die Kameraden der Ortswehr Hennickendorf im untersten Gang des Hauses C der Grundschule „Am Stienitzsee" den Rauchgenerator auf. Nach Auslösen des Feueralarms lief alles fast schon automatisch ab: Fenster schließen, Fluchtwege nutzen, um zum Sammelpunkt auf dem Sportplatz zu gelangen. In deutlich weniger als fünf Minuten waren die 285 Jungen und Mädchen mit ihren Lehrern am Sammelpunkt geordnet und durchgezählt. „Das klappt einwandfrei", so Ortswehrführer Daniel Smyczek. Er und seine Kollegen merkten an, was im Falle der Rauchentwicklung auf dem Flur zu beachten sei: Türen schließen und abdichten damit kein gefährlicher Rauch eindringen kann. In den unteren Etwagen könnten Zimmer über die Fenster verlassen werden, während in den oberen Räumen ausgeharrt werden müsse, bis Rettungskräfte eintreffen. „Der Qualm ist sehr heimtückisch. Kinder verlieren schneller die Orientierung, die Jüngsten werden schneller bewusstlos", weiß Smyczek. Umso vorbildlicher sei es, wie auch die Lehrkräfte reagiert hätten. Um letzte Zweifel auszuräumen, kontrollierten die Kameraden der Hennickendorfer Wehr, die die Übung insgesamt zu siebt begleiteten und überwachten, noch einmal alle Räume und vor allem die Toiletten. Kinder neigen schneller zu Panik-Reaktionen und verstecken sich in der irrigen Hoffnung, sich so zu schützen. Alles in Ordnung – niemand war mehr im Schulhaus. Da besonders durch erste Klassen und Schuljahreswechsel potentiell immer wieder neue Kinder und Lehrkräfte an der Bildungseinrichtung sind, sei es wichtig, solche Ernstfälle regelmäßig zu üben.
Wie ruhig, geordnet und schnell die Kinder und Mitarbeiter der Hennickendorfer Schule reagierten sei vorbildlich. Daher wurde eine Überlegung angesprochen, den nächsten Probealarm noch etwas komplexer zu gestalten.

BU: Zügig und geordnet ging es vom C-Haus (hinten) zum Sammelpunkt auf dem Sportplatz. Kameraden der Ortswehr, wie Bernd Buchholz (links), sicherten alles ab.      Foto: sd
 

 

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