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Petition gegen Fahrradschutzstreifen im Internet zeigt anderes Bild als die tatsächlichen Nutzungszahlen

Gemeinsam für das Rad - oder gegeneinander

Datum: 24.08.2017

Eberswalde (e.b.). Seit dem 10. August 2017 gibt es auf der Internetplattform „openPetition“ eine von Sandra Murawski aus Finowfurt initiierte Petition zum „Rückbau des Fahrradschutzstreifens Heegermühler Straße in Eberswalde“. Bis zum Redaktionsschluss dieser Zeitung waren schon mehr als 200 Unterschriften registriert.
„Vor einiger Zeit“, so Murawski, „wurde die Heegermühler Straße aus beiden Richtungen von jeweils zwei auf eine Spur verkleinert, um einen Fahrradschutzstreifen von über zwei Meter Breite auf der Fahrbahn abzutrennen. Da es sich um eine sehr stark frequentierte Straße handelt, läuft der Verkehr seitdem sehr stockend und bringt viel Verwirrung mit sich. Der Ärger über diese neue Straßenführung wird jeden Tag lauter und nun ist es an der Zeit, dem Bürger ein Sprachrohr zu bieten.“ Murawski verweist auf zahlreiche Beinah-Unfälle wegen der „seltsamen Verkehrsführung“, die in einigen Autofahrern die Macht des Stärkeren wecke. Selbstverständlich sei es wichtig, Fahrradwege zu schaffen, was aber durchaus mit der Erneuerung der Gehwege erfolgen könne.
Die Änderung der Verkehrsführung war „völlig unnötig, da man in diesem Bereich wohl kaum von einer Gefahrenstelle für Fahrradfahrer sprechen“ könne. Verkehrsgefährdend sei vielmehr die neue Verkehrsführung, die den vorher fl üssigen Verkehr stoppt.
Die Bürgerinitiative „Radwege in Eberswalde“ unterstütze die Petition, wenn auch Zahlen, die die Initiative selbst vorgelegt hat, eine andere Sprache sprechen. Dabei wurde unter anderem festgestellt, dass viele Fahrradfahrer den Schutzstreifen gar nicht nutzen, sondern weiterhin auf dem Fußweg fahren, was – bis auf Kinder bis zum 12. Lebensjahr – verboten ist. Grundsätzlich würden je nach Ortslage, Richtung und Tageszeit durchschnittlich zwei Drittel bis drei Viertel der Fahrradfahrer das Angebot des Radstreifens nutzen. „Auf der südlichen Straßenseite war die Akzeptanz für den Radstreifen deutlich geringer“ so die Initiative. Mittelfristig müsse auch das Radnutzungskonzept von 2015, insbesondere dessen Leitbild, überarbeitet werden und mehr Geld für Radwege in den Haushalt der Stadt aufgenommen werden.
Der Fahrradschutzstreifen war auf der Einwohnerversammlung von Westend im Frühsommer diesen Jahres ein heiß debattiertes Thema. Wer nun den Kontakt zur Bürgerinitiative sucht, kann diesen über die eMail-Adresse radwege@alternative-eberswalde.de aufbauen.

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