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Kandidaten zur Bürgermeisterwahl in Bad Freienwalde: Jutta Lieske, SPD

Starker Anker für die Region

Datum: 01.09.2017

Bad Freienwalde (ma). Bis zur Wahl der hauptamtlichen Bürgermeister in Bad Freienwalde und Wriezen am 24. September 2017 wird „Der Blitz“ wöchentlich einen Bewerber beziehungsweise eine Bewerberin um das Amt zu Wort kommen lassen. Die Reihenfolge erfolgt alphabetisch sortiert nach den Nachnamen und im Wechsel zwischen den beiden Städten. Alle Kandidaten bekommen vier gleiche Fragen gestellt und können sich in Kurzform zu ihrem Programm äußern. Inwiefern diese Vorstellungen realistisch oder finanzierbar sind, sollen die Bürger mit ihnen auf deren Wahlkampfveranstaltungen klären. Die Antworten geben nicht die Meinung der Redaktion wieder.
In dieser Ausgabe: Die SPDLandtagsabgeordnete, Jutta Lieske, die vom SPD-Ortsverein Bad Freienwalde für die Bürgermeisterwahl nominiert wurde. Jutta Lieske wurde 1961 geboren und wohnt in Letschin.
1. Eine Bürgermeister-Legislatur dauert acht Jahre. Wie sieht Bad Freienwalde in acht Jahren aus?
Die Belange der Kurstadt befi nden sich in einem sicheren und geordnetem Fahrwasser. Der Titel „Moorheilbad“ ist dauerhaft verliehen. In der Stadt hat sich eine aktive Bürgerbeteiligung als Kultur der Mitwirkung der Bevölkerung etabliert.
Das Bürgerbudget hat sich im Laufe der Jahre ständig erhöht und trägt dazu bei, dass sich die Bad Freienwalder stark in die Belange der Stadt einbringen und viele Bürgerprojekte bereits erfolgreich umgesetzt werden konnten. Diese positive Atmosphäre wird für Besucher und Gäste spürbar und fi ndet in der näheren Region Anerkennung und Nachahmung.
Die Stadt Bad Freienwalde als Anker im ländlichen Raum hat viele Kooperationspartner gewonnen, mit denen die regionale Entwicklung abgestimmt wird. Sie hat sich als kultureller Mittelpunkt durchgesetzt, dabei spielen natürlich auch die Ortsteile und die umliegenden Städte, Ämter und Gemeinden eine wichtige Rolle.
In Bad Freienwalde gibt es für alle Alters- und Einkommenstrukturen guten und bezahlbaren Wohnraum. Die Stadt ist ein attraktiver Zuzugsort, auch für das nahe Berlin. Bad Freienwalde ist eine Kurstadt für alle.
2. In Bad Freienwalde ist die Bürgerschaft offensichtlich in zwei Lager gespalten. Der Riss spaltet nicht nur Brückenbefürworter und -gegner sondern auch die Generationen. Wie soll der Riss gekittet werden?
Die Stadt und ihre Bevölkerung benötigt in aller erster Linie ein gutes Miteinander. Das kann durch eine gute Moderation zu Vorhaben der städtischen Entwicklung gelingen. Die Einwohner so frühzeitig wie möglich in städtische Vorhaben einzubeziehen, diese Vorhaben so transparent wie möglich für alle Interessierten zu halten und genügend tatsächliche Mitwirkung zu organisieren, wird einen Beitrag zum harmonischem Miteinander leisten.
Das heißt trotzdem nicht, dass alle einer Meinung sind, aber jeder kann sich in einen demokratischen Abstimmungs- und Meinungsbildungsprozess einbringen.
3. Welche Perspektive haben die Ortsteile?
Die Ortsteile gehören zur harmonischen Abrundung der Kernstadt dringend dazu und sind untrennbarer Bestandteil der Gesamtbetrachtung. Sie punkten mit ihren Wirtschafts- und Wohnstandorten. Ihre vielfältigen Naturräume bieten nicht nur für die Bürger der Kurstadt Naherholungspotentiale, sondern locken auch viele Gäste aus Nah und Fern an. Die Zusammenarbeit mit den Ortsbeiräten wird bei mir Chefsache!
4. Was sehen Sie als vorrangigstes Ziel an?
Das vorrangigste Ziel muss die dauerhafte Sicherung des Moorheilbad-Status und die Umsetzung der damit verbundenen Maßnahmen sein. Gleichzeitig muss das Miteinander in der Stadt auf neue Füße gestellt werden. Aus dem „Du“ und „Ich“ sollte sich ein „wir bringen das voran“ entwickeln.
Zu meinen ersten Aufgaben im Amt wird der Kontakt zu den umliegenden Städten und Ämtern gehören, um über Projekte und Ideen zu sprechen, wie die Zusammenarbeit verbessert und die gemeinsame Region gestärkt werden kann. Viele Dinge können nur gemeinsam geklärt werden.

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