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An diesem Sonntag zum „Tag des offenen Denkmals“

„Macht & Pracht“ im Barnim

Datum: 08.09.2017
Rubrik: Kunst & Kultur

Eberswalde (lo). Mal nicht erzählt, sondern gemalt: Die Stadtgeschichte in 54 hölzernen Bildtafeln beschreibt am diesjährigen „Tag des offenen Denkmals“ der Bauhistoriker Thomas Sander um 15 Uhr im Museum Eberswalde in der Steinstraße 3. Die in den Jahren 1863 bis 1912 gemalte Ölbilder schmückten einst die Briefablagekästen einer Bank.
Um den Wasserturm in Finow werden um 11 und um 14 Uhr kostenfreie Führungen durch die Messingwerksiedlung mit Gustav- Hirsch-Platz, Altem Hüttenamt, Torbogenhaus und Teufelsbrücke angeboten. Treffpunkt ist jeweils Am Wasserturm 2 in Eberswalde-Finow.
Ebenfalls kostenlos sind an diesem Tag Führungen um 11 und um 13 Uhr durch das Jagdschloss Groß Schönebeck. Zu sehen sind die Dauerausstellung mit Jagdgeschichten europäischer Könige und Kaiser, die Ausstellung „Jagd und Macht“ in der Scheune sowie die Exposition über die Boxerlegende Max Schmeling - das alles in der Schloßstraße 6 in Groß Schönebeck.
Ihren Stahlfachwerkbau der „Alten Tischlerei“ mit Klinkerausfachung präsentiert Familie Blankenburg von 10 bis 17 Uhr auf Nachfrage in der Altenhofer Straße 66b in Eberswalde-Finow. Die Inneneinrichtung ist weitgehend aus den 1930er Jahren erhalten.
Der Vierseitenhof in der Dorfstraße 44 in Parsteinsee-Lüdersdorf ist in seiner Vollständigkeit der letzte im Dorf. Dort werden im Vorlaubenhaus gegenwärtig die Fachwerkaussenwände in traditioneller Stakken- und Strohlehmwickeltechnik wiederhergestellt. Nach Bedarf führen zwischen 10 und 18 Uhr Architektin, Zimmermann oder Bauherren. Außerdem gibt es einen Flohmarkt, einen Streichelzoo und eine Ateliercombo zur Kaffeetafel.
Ihren Dreiseitenhof mit Wohnhaus in Fachwerkbauweise in der Bauernstraße 44 in Lunow-Stolzenhagen, zwischen 1766 und 1781 errichtet, zeigen zwischen 10 und 18 Uhr Almut und Thomas Berg. Dort können begehbare Schornsteine und Stubenkaminen bestaunt werden. Der Grundriss ist seit Erbauung unverändert. Die Alte Oberförsterei der Schorfheide in der Grimnitzer Straße 11 in Joachimsthal- Grimnitz, ein Dreiseitengehöft von 1719, ist seit 2002 in Besitz der Kommunität Grimnitz, einer christlich-ökumenischen Lebensgemeinschaft. Neben Besichtigungen zwischen 11 und 17 Uhr wird über die Geschichte der königlichen Försterei bis zum Ende des Kaiserreiches berichtet. Um 15 Uhr beginnt ein Podiumsgespräch mit Zeitzeugen zu den Entwicklungen während der DDR-Zeit. Im Weltcafé kann Kaffee getrunken und im Weltladen eingekauft werden. Führungen nach Bedarf gibt es auch im „Kaiserbahnhof“ in Joachimsthal, 1899 für Kaiser Wilhelm II. errichtet. Das „Kaiserpaar“ wird zwischen 11 und 18 Uhr höchstgnädiglich vor Ort sein und dem Heimatverein für Kaffee und Kuchen oder der deftige Karte in der benachbarten Restauration „Zum Kaiserbahnhof“ huldigen.
Ebenfalls in Joachimsthal werden zwischen 11 und 18 Uhr Führungen auf Nachfrage im Biorama Wasserturm mit Aussichtsplattform angeboten. 1960 errichtet, steht der zwanzig Meter hohe Stahlbeton-Skelettbau mit Ziegelausfachung heute unter Denkmalschutz.
Die Dorfkirche in der Ernst-Thälmann- Straße 1 in Liepe ist zwar erst in den 1950iger Jahren, aber nach dem Vorbild der 1713 errichteten Fachwerkkirche mit verbrettertem, zweigeschossigem, quadratischem Westturm errichtet worden. Besichtigungen sind von 8.30 bis 18 Uhr möglich.
Die Dorfkirche in Prenden zeigt zwischen 14 und 18 Uhr ihren Schnitzaltar aus dem Jahr 1611 und das Museum im Glockenturm. Dorfschmiede und Dielenhaus aus dem Jahre 1700 werden ab 14 Uhr bei einem Dorfrundgang mit dem Ortschronisten vorgestellt.

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