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Anders werden

Kommentar

Datum: 05.10.2017
Rubrik: Gesellschaft

Die Einwohnerversammlungen in den Stadtteilen Eberswaldes sind vorbei. Die Stadtpolitik könnte sich also entspannt zurücklehnen. Der Kelch, gefüllt, womit auch immer, ist ja noch einmal an ihr vorbei gelaufen.

Ist er aber nicht. Das weiß man im Rathaus.

Bürgermeister Friedhelm Boginski musste feststellen, dass bei so manchem dieser Abende ein Ton herrschte, der von „Unzufriedenheit und Unhöfl ichkeit geprägt war“. Oft hätten sich die Bürger zwar „nur Luft machen wollen“, danach sei ja auch „alles wieder gut“, aber bedenklich fi nde er das schon, erklärte Boginski auf der ersten Stadtverordnetenversammlung nach der Sommerpause. Luft machen - das wollten sich auch nur die meisten AfD-Wähler, will man den Befragungen nach der Bundestagswahl glauben. Also - alles nicht so schlimm?

Friedhelm Boginski meint: doch. Schlimm! Und deshalb will er, dass es in der Stadt „nicht einfach so weiter geht“. Man habe einen beschwerlichen gemeinsamen Weg und eine positive Entwicklung hinter sich. Aber: hat man dabei auch alle Bürger „mitgenommen“? Welche Probleme hat Eberswalde wirklich, fragt der Bürgermeister sich - und damit auch die Stadtväter.

„Brauchen wir neue Konzepte? Können wir unsere gemeinsamen Potentiale auch gemeinsam und noch besser nutzen? Haben wir eigentlich die richtigen Regeln für den Umgang miteinander?“ Der Rathauschef will in den nächsten Monaten mit den Abgeordneten seiner Stadt ins Gespräch kommen. Er will, das Wachsen nicht nur hingenommen, sondern gestaltet wird, „weil wir es besser können“.

Es ist ihm zu wünschen, dass die Abgeordneten seinem Ruf folgen und mit ihm gemeinsam die Ärmel hochkrempeln. Adererseits aber auch, dass sie in ihrem Bürgermeister einen Partner fi nden, der die Geister, die er rief, dann auch wirklich behalten will.

Lutz Lorenz

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