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Künstlerische Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt

Ein Tabuthema?

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Beitrag: Ein Tabuthema?

Datum: 05.10.2017
Rubrik: Kunst & Kultur

Sexualisierte Gewalt an Kindern ist ein Thema das in unserer Gesellschaft oft totgeschwiegen wird. Nicht zu Letzt, weil der Zugang dazu schwer zu finden ist. Eine Ausstellung im Rathaus Eberswalde bietet eine andere Möglichkeit. Die Ausstellung kann noch bis 13. Oktober besucht werden.
„Noch immer“ ist der Titel einer Ausstellung, die sich künstlerisch mit dem Thema sexualisierte Gewalt an Kindern und Frauen auseinandersetzt. Die Motivation der Künstlerin ist persönlicher Natur.
Die Assoziation mit unbeschwerter Kindheit herzustellen, sehen Sie ein Schaukelpferd, fällt leicht. Aber hier - stimmt was nicht. Dieses Pferdchen wird mechanisch, in einem fremden Rhythmus angetrieben – sowie der Alltag eines missbrauchten Kindes.
Sexuelle Gewalt hat nichts mit der Befriedigung von Bedürfnissen zu tun! Es ist eher eine Ausübung und Demonstration von Macht. Sie kennt keine Grenzen. Sexualisierte Gewalt ist unabhängig von Nationalität, Bildungsstand, Einkommen … Missbrauch geschieht meistens dort, wo sich Kinder und Frauen geborgen und heimisch fühlen sollten – in der unmittelbaren Umgebung ihres täglichen Lebens.
Reden ist Silber und Schweigen Gold? Die Mitarbeiter des Vereins Dreist e.V. leisten unter anderem geschlechtsspezifische Beratungsarbeit. Ihr Aufgabenfeld ist in den letzten Jahren gewachsen. Nun haben sie 20-jähriges Jubiläum.
Sexualisierte Gewalt geschieht überall. Vor dem Verdachtsgedanken verschließen wir uns meistens und verdrängen ihn. Es ist kein Tabuthema, dennoch wird es so gut wie totgeschwiegen. Unbewusst werden so auch Täter geschützt. Die Einordnung in eine Statistik fällt damit schwer.
Mit dem Thema „Für den Kinderschutz – gegen sexualisierte Gewalt im Sport“ befasst sich die 3. Berlin-Brandenburgische Regionalkonferenz am 14. Oktober.

Bericht/ Kamera/ Schnitt: Carolin Aßmann Redaktion: Lutz Lorenz

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