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Jährlich bauen und ziehen mehr Menschen in das Wohngebiet Kiebitzaue nach Klosterdorf – Kita ist gut aufgestellt – Herausforderungen werden bereits gesehen

„Wir bauen in Klosterdorf“ – Ortswachstum beginnt in der Kita

Datum: 09.10.2017
Rubrik: Gesellschaft

Klosterdorf (sd). Von 585 Einwohnern im letzten Jahr ist die Bevölkerung Klosterdorfs nun auf 625 gewachsen. Zur Wende lebten 385 Menschen in dem Ort nördlich von Strausberg. Mit der Entwicklung der Kiebitzaue wurde frühzeitig eine neue Kita geplant.
Nicht zuletzt das erste Einfamilienhaus im Neubaugebiet Kiebitzaue förderte den Zuzug in den Ortsteil der Gemeinde Oberbarnim. „Vor 15 Jahren begannen wir mit dem ersten Bauabschnitt in Kiebitzaue, die Grundstücke im zweiten Bauabschnitt waren nach einem Jahr praktisch komplett vergeben, der dritte Abschnitt ist fast zur Hälfte vermarktet und der vierte kommt als nächstes" fasst Bürgermeister Lothar Arndt die Entwicklung zusammen.
Mit den zu erwartenden jungen Familien wurde schon im Bebauungsplan für das Areal eine neue Kita vorgesehen. „2006 ist die alte Kita bei einer Kontrolle aufgefallen und das Obergeschoss wurde wegen Mängeln gesperrt", so Arndt. Daher wurde kurzfristig der Kita-Neubau vorgezogen. Am 1. September 2007 erfolgte der erste Spatenstich. Bis vor acht Jahren betrieb die Gemeinde die Kindereinrichtung, seit dem hat das Deutsche Rote Kreuz die Trägerschaft übernommen. „Anfangs waren es noch viele Kinder, die vom Fahrdienst des DRK aus dem Umfeld gebracht und geholt wurden", erinnert sich die stellvertretende Leiterin Brigitte Jahn. Insgesamt bietet die Einrichtung Platz für 65 Kinder. Derzeit sind 51 Plätze besetzt, davon 22 Krippenkinder, wie Leiterin Elke Damm berichtet. Mit jedem Schuljahr erhöhe sich die Kinderzahl und nehme auch wieder ab. Mit derzeit acht Erzieherinnen wurde im Lauf der letzten Jahre das Personal fast verdoppelt.
In der Kindereinrichtung selbst wird mit einem sogenannten offenen Bereich gearbeitet. Dass heißt, die jüngsten wechseln je nach Entwicklungsstand in die nächste Altersgruppe. Im Schnitt mit etwa zweieinhalb Jahren, wie Damm erläutert.
„Wir bauen in Klosterdorf" ist derzeit eine Anmerkung, die auf zahlreichen Kitaanmeldungen zu lesen sei. „Wir müssen Plätze vorhalten", so Damm. Wie Lothar Arndt ergänzt, führe eine Bauverzögerung dazu, dass manche Eltern sich zunächst anmelden, ohne genau zu wissen, ab wann sie ihr neues Haus beziehen können.
Da viele Eltern zu ihrem Arbeitsplatz bit der Bahn oder dem Auto pendelten, ist die Kita günstig im Zufahrtsbereich des Wohngebietes gelegen. Außerdem seien viele Wege so kurz, dass sie fußläufig zurückgelegt werden können. Auch hier sei eine deutliche Wirkung des 20-Minuten-S-Bahntaktes nach Strausberg Nord spürbar.
Mit einem gewissen Stolz berichtet Lothar Arndt weiter, dass die Kita ohne Fördermittel gebaut wurde. Das Besondere an dem Neubau sei zudem ein relativ offenes Raumkonzept, sodass eine Anpassung an die Bedarfe erfolgen kann. „Wenn die Entwicklung im Ort so weiter geht, müssen wird uns als nächstes um die Einrichtung eiens Versorgers Gedanken machen", blickt Arndt in die Zukunft. Aufgrund der Nähe zu Strausberg mit größeren Einrichtungen sei das momentan noch gut möglich.
Elke Damm und Brigitte Jahn erinnern weiter an den Wunsch einzelner Anwohner nach einer besseren Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr. Die Strausberger Stadtlinie sei bereits versuchsweise verlängert und sogar ein Rufbus eingerichtet worden, jedoch ohne genügend frequentiert worden zu sein, wie Arndt ausführt. Zudem würden besonders Bahnpendler immer öfter den Weg nach Strausberg mit dem Fahrrad zurücklegen.
Mit dem Beginn des neuen Schuljahres ist die Zahl der betreuten Kinder wieder auf fast 65 gestiegen. „Noch haben wir freie Plätze, aber auch diese werden knapper, zumal entsprechend Personal aufgebaut werden muss", so Elke Damm. Vor allem in diesem Bereich laufe die Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz hervorragend. Regelmäßig seien zudem Auszubildende in der Klosterdorfer Kindertagesstätte, von denen einige direkt übernommen würden. Eine weitere Besonderheit ist, dass häufiger als vielerorts üblich Eingewöhnungsgruppen eingerichtet würden.
Schon beim Erwerb des Grundstückes wurde an eine mögliche Erweiterung der Kita gedacht, wie Lothar Arndt bei einem Rundgang auf dem Gelände erklärt. So wurde ein Nachbargrundstück gleich mit gekauft, um Flächen und Erschließungsmöglichkeiten vorzuhalten. Auch der Hügel hinter der Kita, der als Rodelberg genutzt wird, könnte im Fall der Fälle abgetragen und zur Erweiterung der Spielflächen genutzt werden.
Bereits jetzt sei beeindruckend, wie das Angebot für die Kinder von Eltern und örtlichen Firmen unterstützt wird, erklärt Elke Damm und verweist auf viele Spielgeräte, die aus Spenden und Eigenleistungen entstanden sind.

BU: Die Kita „Kleine Teichfrösche" fügt sich in das Wohngebiet Kiebitzaue ein, wie Elke Damm und Brigitte Jahn (von links) zeigen. Lothar Arndt (rechts) verweist auf eine Fläche, die für eine mögliche Erweiterung vorgehalten wird.      Foto: BAB/sd
 

 

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