Nachrichten

Finows Historie wird aus mit fotografi schen Sichtweisen begleitet

Wo Bilder Geschichten erzählen

Datum: 13.10.2017
Rubrik: Vereinsleben

Finow (lo). Es waren wohl etliche Abende, die der Unternehmer Dietmar Ortel sowie der engagierte Stadtteilhistoriker Helmut Knop damit verbracht haben: 600 Motive wurden durchforstet - historische Fotos, Postkarten, Dokumente. Nun liegen vier Kalender für das kommende Jahr in der Druckerei und sollen noch vor Weihnachten ausgeliefert werden: zwei zum 90-jährigen Jubiläum des Eberswalder Stadtteils Finow, einer zum Hundertjährigen des Finower Wasserturms und ein vierter zur 320-jährigen Geschichte der Messingwerke. Ortel hofft, dass die vier Kalender „kleine Botschafter“ werden, die „Anregungen bieten, sich für die Region zu engagieren“. Das wünscht sich auch Dr. Markus Leukhardt vom Heimatkundeverein: „Die Kalender zeigen vieles, was noch vorhanden ist und könnten Interesse wecken, sich mit der eigenen Heimtgeschichte zu befassen.“

Ein Blick auf die Motive der Kalender bestätigt das. Viele der auf den alten Fotos und Postkarten abgebildeten Häuser stehen noch heute und sind mühelos zu erkennen, ebenso die Anlagen der Messingwerke und erst recht die Abbildungen vom Finowkanal. Jedes der nunmehr vier mal zwölf Kalenderblätter ist mit einem Text von Helmut Knop kommentiert. „Es ist schwer die Geschichte Finows zu erzählen“, berichtete Knop. Eingemeindungen und Veränderungen der Kreisgrenzen, immer wieder neue Verantwortlichkeiten im Archivwesen, oft auch das „Ausräumen“ und damit Vernichten von Archivbeständen, würde die Finower Geschichtsschreibung an Hand von Texten und Dokumenten erheblich erschweren. So sei die Arbeit mit Fotos eine ganz andere gewesen: von den Quellen wesentlich umfangreicher und dadurch besonders spannend.

Für jeweils 9,90 Euro werden die Kalender beim Stadtteilverein Finow, dem Förderverein Finower Wasserturm, in den Geschäften der „Optik Ortel Hören und Sehen“ sowie in den Eberswalder Touristinformationen und im Museum der Stadt zu erhalten sein. „Das Interesse an regionaler Geschichte wächst“, bestätigte bei der Vorstellung der Kalenderblätter auch Museumsleiterin Birgit Klitzke vom Eberswalder Stadt- und Regionalmuseum.

Zwei Euro von jedem Kalender fl ießen in die Sanierung der Teufelsbrücke am Messingwerkhafen in Finow. „Wir wollen damit ein Signal für die Sanierung unserer Industriegeschichte setzen“, so Ortel, „immerhin eine der ältesten des Landes Brandenburg“.

Als Fernsehbeitrag auf: www.odf-tv.de

Weitere Meldungen aus dieser Rubrik

Hans-Wendt Halle wird zum Vogelhabitat

Am Wochenende konnte man in der Hans-Wendt Halle in Finwofurt allerhand bunt gefiederte Vögel bestaunen.... [zum Beitrag]

Streicheltiere und Rasseschau

Falkenberg (ma). Zweifellos waren die Zwerghühner von Thomas Carow der Höhepunkt für die jüngsten Besucher... [zum Beitrag]

Sicher ist sicher

Finow (lo). Der Stadtteilverein Finow konnte Ende vergangener Woche von der Wohnungsbauund... [zum Beitrag]

Ehrenamtlich nicht mehr leistbar

Biesenthal (e.b.). Der Tourismusverein Naturpark Barnim soll einen hauptamtlichen Geschäftsführer... [zum Beitrag]

„Ich verlass‘ ich mich darauf!“

Eberswalde (lo). Kann es eine größere Anerkennung für einen Heimatverein geben, als dass der Bürgermeister... [zum Beitrag]

„Der Schuster“ überzeugte

Eberswalde (vk). Mit der Bekanntgabe der Preisträger wurde vergangene Woche Samstag die 21. Kreisfotoschau... [zum Beitrag]

Wer wird „Sportler des Jahres“?

Eberswalde (lo). Insgesamt 47 Sportler, Mannschaften und Trainer stehen für den „Barnimer Sportler des... [zum Beitrag]

“Du dusslige Kuh!“

Joachimsthal (lo). Wenn das nicht ganz besonders liebenswert klingt: „Du dusslige Kuh!“ Das ist vielleicht... [zum Beitrag]

Kühn löste Wette ein

Panketal (fw). Die SG Empor Niederbarnim konnte sich über eine kleine Spende freuen. Am vergangenen... [zum Beitrag]