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Aufstellung eines Modulhauses

Woodee

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Beitrag: Woodee

Datum: 17.10.2017
Rubrik: Gesellschaft

Es war schon ein ungewöhnlicher Anblick in einer kleinen verträumten Straße am Wandlitzer See plötzlich zwei halbe Häuser auf Tiefladern stehen zu sehen. Hierbei handelte es sich um zwei Module eines mobilen Modulhauses, das innerhalb eines Tages aufgestellt, angeschlossen und abends schlüsselfertig übergeben wird. Um die Module überhaupt heben zu können, musste der Kranwagen sorgfältig abgestützt und mit zusätzlichen Kontergewichten versehen werden, damit er mit seiner Last nicht vorne überkippt. Immerhin sollten später ca. 15 Tonnen am Haken haben. Soviel wiegt nämlich ein einzelnes Hausmodul, wobei das Gewicht je nach Ausstattung natürlich schwanken kann, denn die hier angelieferten Woodee-Modulhäuser werden schon vollständig ausgestattet angeliefert. Die beiden Module sollten von den Tiefladern über die Baumwipfel gehoben und auf den vorbereiteten Punktfundamenten abgesetzt werden. Ein Hausbau mit Bodenplatte oder Streifenfundament wäre an dieser Stelle von dem zuständigen Bauamt nicht genehmigt worden, da die Wurzeln der umstehenden Bäume dabei beschädigt werden würden. So haben sich die Bauherren für das Modulhaus Woodee entschieden, dem eine Gründung aus Punktfundamenten genügt. Es gibt heutzutage aber auch schon alternativen zu den klassischen Punktfundamenten aus Beton. Damit der Kran die Module an den Haken nehmen konnte, wurden sie zunächst vorsichtig an den Kran herangefahren, was schon fahrerisches Können erforderte um durch die relativ eng stehenden Bäume des Seegrundstückes hindurch zu kommen. Aber auch hier kamen den Bauherren die kompakten Ausmaße der Module von 3,5 x 11,40 Metern sehr entgegen, die eine Anlieferung auch auf engen Zufahrten in den meisten Fällen möglich macht. Nachdem die Transportsicherungen entfernt waren, wurden die Hausmodule mit Transportösen auf dem Dach versehen und in die am Kran hängende Traverse eingehängt. Dann konnte das Haus auch schon abheben. Ganz vorsichtig ging der Flug in luftige Höhen über die umstehenden Bäum hinweg, wobei das Bodenpersonal mit langen Zugseilen versehen das Modul auf Kurs gehalten hat. Das Ganze kann übrigens genauso in umgekehrter Reihenfolge von statten gehen, denn ein großer Vorteil eines solchen mobilen Hauses ist, dass man es im Falle eines Umzuges auch einfach wieder mitnehmen kann. Nachdem die Baumwipfel erfolgreich überflogen waren, begann auch schon der Landeanflug. Beim Absetzen auf die Fundamente war Fingerspitzengefühl gefragt, denn das Haus musste Zentimetergenau ausgerichtet werden, was dank des eingespielten Teams auch reibungslos funktionierte. In gleicher Weise wurde anschließend das zweite Modul angeliefert und neben dem ersten millimetergenau platziert. Hier ist genaues Arbeiten besonders wichtig, damit die Übergänge zwischen den Modulen auch exakt stimmen. Und natürlich ist auch eine sehr präzise Vorarbeit bei der Fertigung im Werk Vorrausetzung für eine passgenaue Montage, wie wir sie hier erleben durften. Und dann war es auch schon geschafft. Das Haus war gebaut und die frisch gebackenen Häuslebauer konnten ihr neues Domizil in Augenschein nehmen, welches nach ihren individuellen Wünschen geplant und angefertigt wurde. Und für den unwahrscheinlichen Fall, dass die Eigentümer dem Blick auf den Wandlitzsee einmal überdrüssig werden, können sie ihr mobiles Heim einfach wieder mitnehmen.

Bericht, Kamera, Schnitt: Jan Mader

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