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Verkehrskonzept vorgestellt: Entlastung für Rosen-, Flieder- und Maßliebchenstraße angestrebt

Keine Gesamtlösung für den Blumenhag

Datum: 19.10.2017

Bernau (fw). Die Verkehrssituation im Blumenhag sorgt schon seit längerer Zeit für Unzufriedenheit bei den Bewohnern und Gewerbetreibenden in dem Bernauer Stadtteil. In diesem Jahr geriet die Rosenstraße in den Fokus der Öffentlichkeit. Die Straße sollte eigentlich als „Sammelstraße“ dienen, also den Verkehr der Anliegerstraßen sammeln und auf die Hauptstraßen verteilen. Doch nach ihrem Ausbau wurde die Straße stark durch den Durchgangsverkehr belastet. Für die Anwohner bedeutete das mehr Lärm und Schmutz. Um die Verkehrsbelastung zu reduzieren, machte die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Barnim aus der Rosenstraße eine Einbahnstraße. Die Folge: Der Verkehr blieb nicht aus, sondern verlagerte sich auf die daneben liegende Fliederstraße - natürlich waren die dort lebenden Bernauer darüber nicht glücklich. Also wurde die Einbahnstraßenregelung wieder aufgehoben. Um eine Lösung für den gesamten Blumenhag zu fi nden, gab die Stadtverwaltung eine verkehrstechnische Untersuchung in Auftrag. Die Ergebnisse wurden am Dienstagsabend von Günter Müller, dem Leiter des beauftragten Ingenieurbüros für Straßenverkehrstechnik und-organisation in Frankfurt/ Oder auf einer Einwohnerversammlung in der Erich-Wünsch- Halle vorgestellt. Das Interesse der Anwohner war groß, doch der gezeigte Vorschlag schien etwas hinter den Erwartungen der Besucher zurück zu bleiben. Er sieht vor, die Rosen-, Flieder- und Maßliebchenstraße nur noch über die Nelkenstraße zugänglich zu machen. Von der Enzianstraße im Norden und der L 314 im Süden wäre ein Einfahren in diese drei Straßen nicht mehr möglich. Der Durchgangsverkehr würde so aus diesen Straßen herausgehalten werden und statt dessen über die Karl-Marx- und die Weinbergstraße fl ießen. Man plane außerdem, das Abbiegen aus der Weinbergstraße nach rechts auf die Heinersdorfer Straße zu ermöglichen. Diese Änderungen wären durch das Aufstellen von Schildern schnell umgesetzt, versicherte Bernaus Bürgermeister André Stahl. Er wies allerdings daraufhin, dass die Stadt immer weiter wächst, was auch eine Zunahme des Autoverkehrs mit sich bringen würde. So habe die Stadt auch eine Versorgungsfunktion für das Umland. „Wenn wir eine neue Dienstleistung anbieten oder attraktive Freizeitangebote schaffen, kommen auch mehr Leute nach Bernau“, schlussfolgerte der Bürgermeister. Das grundsätzliche Problem bestehe auch darin, dass nur mit dem Verkehrsraum gearbeitet werden könne, der vor 150 Jahren angelegt wurde. Von Anwesenden wurde die Kritik laut, dass die drei Straßen, die nur noch von der Nelkenstraße aus erreichbar sein sollen, nicht den ganzen Blumenhag repräsentieren würden. Dem stimmte Müller zu, doch dies sei der kleinste gemeinsame Nenner gewesen, der mit der Straßenverkehrsbehörde in Eberswalde gefunden wurde. Weitere Verbesserungen könnten aber sukzessive folgen.
Als Fernsehbeitrag auf: www.odf-tv.de

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