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Bürgerbudget soll stärker im Fokus stehen

Mehr Öffentlichkeitsarbeit

Datum: 10.11.2017
Rubrik: Gesellschaft

Bad Freienwalde (fw). In vielen Kommunen der Region ist die Beteiligung der Einwohner in Form eines Bürgerhaushaltes zum Standard geworden. So werden beispielsweise in Eberswalde, Bernau und Panketal Gelder in den Haushalt eingestellt, von denen Ideen, die aus der Bürgerschaft kommen, umgesetzt werden. Seit einem Jahr gibt es auch in Bad Freienwalde ein Bürgerbudget. Um zu sehen, wie das noch recht junge Projekt aufgestellt ist und wie es sich im Vergleich zu anderen Orten schlägt, nahm Dennis Ferch als Vertreter für die Kurstadt vor kurzer Zeit an der Netzwerktagung Bürgerhaushalt 2017 in Jena teil. Er befand sich dabei in Gesellschaft von anderen Gesandten aus deutschen Städten wie Eberswalde, Stuttgart und Köln. Auch Vertreter aus Brasilien und Russland fanden ihren Weg nach Thüringen. Bei der zweitägigen Veranstaltung wurden verschiedene Formen von Bürgerhaushalten vorgestellt. Dennis Ferch hielt einen Vortrag, in dem es um die Entstehung, die Verfahrensweise und die Umsetzung des Bürgerbudgets in Bad Freienwalde ging. „Es gab viele positive Rückmeldungen. Vor allem waren die angereisten Kommunalvertreter über die Entstehung und der Weg bis zur ersten Umsetzung positiv überrascht und stellten viele Nachfragen“, so Ferch. Die Anregungen, die er aus dem Netzwerktreffen mitnahm, würde er gern in einer kleinen Arbeitsgruppe zu diesem Thema auswerten. Sie könnte seiner Ansicht nach aus Stadtverordneten, Verwaltungsmitarbeitern und Vertretern des Kurstadt-Dialogs bestehen. Dabei sollten laut Ferch die erste Runde des Bürgerbudgets ausgewertet und eventuelle Veränderungsvorschläge diskutiert werden. „Eines wurde mir während der Netzwerktagung bewusst: Eine gute und breite Öffentlichkeitsarbeit ist für die weitere positive Entwicklung unbedingt von Nöten“, resümiert Ferch. Seiner Meinung nach hängt der Erfolg dieser Mitwirkungsform für die Bürger davon ab, wie gut dafür seitens der Kommune geworben wird. Dazu gehöre auch eine breite Transparenz, die sich vom Anfang bis zum Ende des Prozesses durchziehen sollte. Daher schlägt er vor, dass seitens der Verwaltung 3.000 Euro für die Öffentlichkeitsarbeit zum Bürgerbudget bereitgestellt werden. Von dem Geld sollten laut Ferch beispielsweise Flyer, Plakate, Banner und Postverteilungen fi nanziert werden. Auch ein weiterer Kurstadt-Dialog zu diesem Thema könnte zu einer größeren Wahrnehmung in der Bevölkerung beitragen. Mit Bürgermeister Ralf Lehmann stehe er bezüglich des Themas in engem Kontakt. „Mir ist in den letzten Wochen deutlich geworden, dass Bad Freienwalde mit dem Instrument des Bürgerbudgets - vor allem durch den Entstehungsprozess - durch die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Bürgerforum Kurstadt-Dialog sowie durch die Unterstützung der Stadtverordnetenversammlung für positive Bilder in verschiedenen Städten des Landes gesorgt hat“, fasst Ferch seine Eindrücke zusammen.

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