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Der Verein Theaterkreis Traumland hat sich als erfolgreiches Laienensemble in der Region etabliert

Noch ist die eigene Bühne ein ferner Traum

Datum: 17.11.2017
Rubrik: Kunst & Kultur

Fredersdorf-Vogelsdorf (bey). In eine andere Welt eintauchen, dabei mit Spaß Bühnenauftritte gestalten und dafür noch den Beifall des begeisterten Publikums mitnehmen: Seit vier Jahren gelingt das den Aktiven des Theaterkreises Traumland.
Susanne und Hans-Wolf Ebert sind die kreativen Köpfe des Hobbyensembles. Sie schreibt die Stücke, führt Regie und steht manchmal selbst mit auf der Bühne. Er organisiert die Auftritte, kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit und baut gemeinsam mit anderen Vereinsmitgliedern die Bühnenbilder. „Dass sich aus der anfänglichen Idee tatsächlich so etwas Großes entwickelt, hätte niemand von uns gedacht", sagen die beiden Fredersdorfer.
Denn im Winter 2013 fing alles mit einem einzigen Sarg an: Den hatte der Fredersdorfer Alfred Weihs damals dem Heimatverein zur Verfügung gestellt. Dessen Vorsitzende Hannelore Korth kam schließlich in Vorbereitung des traditionellen Weihnachtsmarktes auf die Idee, eine Märchenaufführung von Schneewittchen ins Programm zu nehmen. Also sprach sie Susanne Ebert an, die sich bereits als Märchenvorleserin in der Region einen Namen gemacht hatte. Schauspieler wurden aus der Nachbarschaft und dem Bekanntenkreis gewonnen, auch Kita-Kinder waren dabei.Die erste Aufführung kam bei den Weihnachtsmarktbesuchern gut an und schnell war klar, ein Partyzelt reicht beim nächsten Mal als „Theaterbühne" nicht mehr aus.
Seit dem inszeniert die kreative Seniorin jährlich mindestens ein neues Stück. Sie überarbeitet bekannte Märchen wie König Drosselbart, Dornröschen, Hänsel und Gretel oder Rumpelstilzchen. Ansprechen möchte sie damit Kinder und Erwachsene. „Und gleichzeitig eine soziale Botschaft transportieren", betont Susanne Ebert.
In ihrem neuesten Stück „Mea Culpa - Die Geschichte einer Mörderin" geht es um Schuld und Gewissen. Eine Lösung suchend, befindet sich eine Mutter im Zwiespalt, weil sie keinen anderen Ausweg sieht, als ihren Ehemann zu töten.
Eigentlich sollte es in diesem Jahr noch ein paar Aufführungen geben. Doch Susanne und Hans-Wolf Ebert haben alles abgesagt. Jetzt kümmern sie sich erst einmal um ihre schwerkranke Tochter.
Erst 2018 werden wieder Laienschauspieler auf der Bühne stehen. Bislang treten sie vorwiegend in Kirchen der Region auf, auch auf dem Gutshof: Müssen dann jedes Mal die aufwendige Kulisse auf- und abbauen. „Wir wünschen uns einen festen Auftrittsort", sagt Susanne Ebert.

BU: Susanne Ebert schreibt Stücke, führt Regie und steht manchmal mit dem Theaterkreis auch auf der Bühne.    Foto: BAB/bey
 

 

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