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Migranten erzählen ihre Geschichten

"Gekommen um zu bleiben"

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Beitrag: \"Gekommen um zu bleiben\"

Datum: 22.11.2017
Rubrik: Gesellschaft

Die Ausstellung "Gekommen um zu bleiben", die zur Zeit im Fürstenwalder Rathaus zu sehen ist, präsentiert 17 Porträts von Menschen, die ihre Heimat verlassen haben und jetzt in Fürstenwalde leben und arbeiten. Die Ausstellung zeigt, wie unterschiedlich die Gründe sind, die Menschen dazu bewegen in ein anderes Land zu ziehen. Wir haben mit drei, der in dieser Ausstellung porträtierten Menschen, gesprochen und einen kleinen Einblick in ihre Geschichte und ihr Leben in Fürstenwalde bekommen.
Franco Messina ist Pizzabäcker mit Leib und Seele. Heute betreibt er ein Restaurant in Westend bei Fürstenwalde. Nach Deutschland gekommen ist er als Kind eines Gastarbeiters. Schon als Kind hat er im Restaurant seines Vaters mitgearbeitet, dann wollte er aber das Pizzabacken richtig lernen und ging noch einmal für ein paar Jahre nach Italien. im Frankfurt/Main eröffnete er zusammen mit seiner Frau eine Pizzeria. Heute weiß man in Fürstenwalde, wie man Pizza essen muss und die Pizzen von Franco sind hier bekannt und beliebt. Marina Nickel ist in der Ukraine geboren. In ihrem Tanzstudio in Fürstenwalde unterrichtet sie ihre Schülerinnen in der Kunst des Bauchtanzens. Marina Nickel ist vor 15 Jahren nach Deutschland gekommen. Als sie nach Deutschland kam war sie Anfang 20 und alles war hier neu für sie, besonders die Sprache. Die Liebe zum orientalischen Tanz kam erst in Fürstenwalde. Schon früher hat sie sich für das Tanzen begeistert und vieles ausprobiert. Nach ihrem BWL-Studium, entschloss sie sich, sich selbstständig zu machen und eröffnete ihr Tanzstudio, in dem sie inzwischen rund 50 Kindern und Frauen orientalischen Tanz beibringt. Mohammed Bilal arbeitet in Fürstenwalde mit Flüchtlingskinders. Er selbst hat wegen des syrisches Krieges 2012 seine Heimat verlassen. Nach einer anderthalbmonatigen Flucht, kam er nach Deutschland. Sein Ziel ist der Abschluss seines Management-Studiums in Deutschland, das er in Damaskus angefangen hat. Auch für Mohammed war der Anfang in Deutschland schwer. Heute arbeitet er als Erzieher in einer Clearingstelle für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge. Seine Ausbildung dazu hat er an der Fürstenwalder Korzak-Schule absolviert. Franco Messina ist heute glücklich in seiner Pizzeria. Nach Italien will er nicht zurück, nur im Urlaub zieht es ihn noch ab und zu mal in sein Heimatland. Marina Nickel kann zur Zeit nicht in ihre Heimat, aus der Ukraine kommen zur Zeit kein guten Nachrichten. Muhammed Bilal hilft es, dass er hier in Fürstenwalde eine Beschäftigung hat, so kann er die Ereignisse in Syrien manchmal ausblenden. Trotzdem lässt es ihn natürlich nicht los.

Bericht/Kamera/Schnitt: Christoph Mann

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