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Behinderungen müssen im Beruf nicht behindern

„Was kann ich für Sie tun...?“

Datum: 07.12.2017
Rubrik: Gesellschaft

Barnim/Uckermark (lo). Mitte vergangener Woche übergab der zuständige Teamleiter bei der Arbeitsagentur, Martin Sleziona, dem Regionalvorstand der Johanniter Nordbrandenburg, Ralf Opitz, symbolisch die Bewerbungsunterlagen für einen Kraftfahrer. Normalerweise keine große Sache. Doch hierbei handelte es sich um einen Schwerbehinderten. Die Arbeitsagentur machte damit auf ihre Bemühungen um die Vermittlung Behinderter in der „Woche der Menschen mit Behinderungen“ aufmerksam, die derzeit bundesweit ausgerichtet wird.

Etwa 800 Schwerbehinderte werden gegenwärtig im Agenturbezirk betreut. Etwa ein Viertel von ihnen sei gut in den Arbeitsmarkt integriert worden. Arbeitsvermittler wie Franziska Mehnert sind auf diese Kunden speziell vorbereitet und kennen sich mit den wichtigsten Krankheitsbildern aus. Selbstverständlich ist ihre Fachkompetenz bei Beratung und Vermittlung von Probebeschäftigungen, dem besonderen Kündigungsschutz, möglichen Eingliederungszuschüssen oder Zuschüssen für technische Hilfen am Arbeitsplatz. In einem Faltblatt „Menschen mit Behinderungen im Beruf“ sind die wichtigsten Informationen der Agentur zusammengefasst.

Bei den Johannitern sind von 260 Mitarbeitern im Regionalverband etwa 15 schwerbehindert. Unter ihnen auch Andreas Polzin, der vielleicht künftige Chef des Kraftfahrers. Als Fachbereichsleiter untersteht Polzin das gesamte Fuhrparkmanagement zwischen Barnim, Uckermark und Oberhavel.

Opitz kündigte an, zeitnah mehr Arbeitnehmer einstellen zu wollen. Derzeit bereite man dafür ein neues zentrales Bewerbermanagement vor. Dies werde notwendig, wenn man an die Aufgaben der Zukunft denke. In Zeiten des Fachkräftemangels „bewerben wir uns beim Bewerber“, so Opitz. Vor zehn Jahren sei das noch ganz anders gewesen.

Temporäre Schwerbehinderungen, zum Beispiel nach einem burn out, würden extrem zunehmen. Präventiv müsse hier einiges geschehen. Opitz mahnte an, gesellschaftlich darüber nachzudenken, was zum Beispiel IT-Technik und Führungsverantwortung derzeit bei vielen Menschen anrichte.

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