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Unternehmer halfen zum zweiten Mal Bedürftigen – Hoffen auf Tradition

Zum Gänseessen eingeladen

Datum: 22.12.2017
Rubrik: Gesellschaft

Strausberg (sd). Neben dem Sponsoring für Vereine oder die Feuerwehr tragen Unternehmer auch soziale Verantwortung. Drei Strausberger Gewerbetreibende luden zum zweiten Gänseessen für Bedürftige ein.
Aus unterschiedlichen Gründen kommen Menschen in schwierige Situationen. Besonders zur Weihnachtszeit wird das immer wieder deutlich. „Wir wollen ihnen eine kleine Freude bereiten und hoffen, es schmeckt", eröffnete Arno Schulz. Der Gründer der LKK Klimatechnik GmbH initiierte das weihnachtliche Wohltätigkeitsevent.
Entstanden ist die Idee bei der Verabschiedung des ehemaligen SWG-Chefs Hartmut Ehrlich. „Es macht traurig zu sehen, dass Menschen sich nicht mal ein richtiges Weihnachtsessen leisten können. Nicht nur als Unternehmer können und müssen wir etwas tun", so Schulz.
„Es gibt immer mehr Bedürftige, aber wenige, die sich ihrer annehmen und sie zusammenbringen", berichtet Knut Sprenger, der mit seinem Heizungs- und Sanitärinstallationsunternehmen aktiv ist. Im letzten Jahr aufgrund der Kurzfristigkeit ausgefallen, fand das Essen nun zum zweiten Mal im Volkshaus Nord statt. „Wir laden Menschen ein, die es sich sonst nicht leisten können, Wohnungslose und auch Geflüchtete", ergänzt Matthias Böhme von der TGA Heinemann. Vor allem auf die Unterstützung seitens der Stadtverwaltung seien die Organisatoren angewiesen, da sonst oftmals kaum Kontakte zu Gemeinschaftsunterkünften und sozialen Einrichtungen zustande kämen. „Wir müssen viel über die Betreuer werben", ergänzt die städtische Sozialarbeiterin Grit Kleemann-Kühn, die von dem Format überzeugt ist.
Dass dieses Format stärker beworben werden muss, darin sind sich die Verantwortlichen einig. Mit einer regelmäßigen Wiederholung könne das Gänseessen vielleicht auch zu einem Selbstläufer werden. Doch für nächstes Jahr wird zunächst mehr auf die Bekanntmachung Wert gelegt. Auch andere Unternehmer haben bereits ihre Unterstützung signalisiert. War das erste Essen noch im kleinen Kreis, haben sich dieses Mal 42 Personen, davon zwölf Kinder angemeldet. Bis zu hundert Gäste seien vorstellbar, wenn genug Unterstützer gefunden würden, fügt Arno Schulz hinzu.
Da manche Gäste erstmalig in Kontakt mit Gänsebrust, Klößen und Rotkohl kamen, wurde als Alternative noch Nudeln mit Tomatensauce serviert. Am Buffet entstanden teils abenteuerliche Kombinationen aus Nudeln mit Gänsebrust oder Klößen mit Tomatensauce. In der geselligen Atmosphäre konnten die Gäste wohl zumindest für einen Augenblick ihre Sorgen vergessen und auch Kontakte knüpfen.
Ein Videojournalist des ODF Lokalfernsehens hat sich unter den Organisatoren und Gästen umgehört. Einfach dem Link folgen und die Veranstaltung im Beitrag begleiten: http://www.odf-tv.de/mediathek/29532/Weihnachtsessen_fuer_Beduerftige.html

BU: Die Gäste ließen sich das Gänseessen schmecken und kamen dabei untereinander und mit den Organisatoren ins Gespräch.     Foto: BAB/sd
 

 

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