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Erste Rückkehrermesse in Eberswalde

Wieder Da!

Datum: 04.01.2018

Eberswalde (h.s.). Zum ersten Mal fand am Donnerstag vergangener Woche die Rückkehrermesse unter dem Titel „Wieder da“ im Eberswalder Paul-Wunderlich-Haus statt. Mehr als 25 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen aus der Region nutzen die Gelegenheit, sich möglichen Rückkehrerinnen und Rückkehrern zu präsentieren. Mit Erfolg. So zeigte sich Philip Pozdorecz, kommissarischer Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung und Tourismus, angesichts der rund 250 Besucher sehr zufrieden mit der Resonanz. Die größte Herausforderung bestand darin, genau diese jungen Leute zu erreichen, die vor Jahren Eberswalde den Rücken gekehrt haben und nun mit den Gedanken spielen, wieder zurückzukommen. Insofern war der Termin zwischen Weihnachten und Neujahr gut gewählt, waren doch viele auf Urlaub bei ihren Eltern und Verwandten, so Pozdorecz. Aber was motiviert Menschen zum Schritt zurück in die Heimat? Die Gründe sind sehr verschieden. Bei Markus Kurth (40) war es unter anderem die Aussicht, in ein paar Jahren zusammen mit seiner Schwester den elterlichen Betrieb fortzuführen. Für Katja Lösche (35) war es ein neuer Studiengang an der HNEE, der sie unter anderem zur Rückkehr bewogen hat. Was aber alle irgendwie verbindet, ist die Liebe zur alten Heimat. So ist es dann auch nicht verwunderlich, das neben den harten Standortfaktoren wie attraktive Arbeitsplätze auch die sogenannten weichen Faktoren eine große Rolle spielen. Hier kann Eberswalde mit einer ganzen Reihe von Vorteilen punkten, wie Albrecht Gerber, Wirtschaftsminister des Landes Brandenburg, während der Messe betonte. „Eberswalde bietet für Rückkehrerinnen und Rückkehrer ein tolles Gesamtpaket“, so der Minister und verwies dabei auf zahlreiche Standortvorteile von Eberswalde. Ein attraktiver Wohnungsmarkt, optimale Verkehrsanbindung, ein gutes Angebot an Kitas und Schulen sowie die vielfältigen Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten sollen jungen Familien den Weg zurück leichter machen. „Wer Arbeit hat, bekommt bei uns sofort einen Kita-Platz“ versprach der Eberswalder Bürgermeister Friedhelm Boginski. Aber auch für die Arbeitgeber der Region sind die Rückkehrer wichtig, handelt es sich doch bei diesen zumeist um gutausgebildete und erfahrene Fachkräfte. Und daran mangelt es zunehmend im Landkreis Barnim. So sucht das Familienunternehmen Dietze & Sohn schon seit längerem Spezialisten für die Bereiche Beratung und Technik. Ein bedauernswerter Trend, der schon seit über fünf Jahren zu beobachten ist, wie Claudia Dietze bestätigte. Für Eberswalde und die angrenzenden Gemeinden sind die Rückkehrer aber auch eine Bestätigung dafür, dass der eingeschlagene Weg, diese Region wirtschaftlich und sozial zu entwickeln, das touristische und kulturelle Angebot auszubauen, der richtige ist. Wie es nun mit der Rückkehrermesse weitergeht, ist trotz eines positiven Resümee der Beteiligten noch offen. Zunächst einmal werden Einzelgespräche mit den vertretenen Unternehmen geführt. „Abhängig vom Feedback der Firmen denken wir dann über eine zweite Messe nach“, so Nadine Kammer, Mitarbeiterin für Stadtmarketing im Amt für Wirtschaftsförderung. Sollte es dann zu einer zweiten Aufl age der Veranstaltung kommen, werden auch neue Aussteller dazukommen. So sei etwa die Nachfrage nach Baugrundstücken wesentlich höher gewesen, als Kammer erwartet hatte. Aber auch eine weitere Zielgruppe rückt in den Fokus der Veranstalter: Die Pendler. Immerhin kommen täglich mehr als 8.400 Pendler nach Eberswalde, um hier zu arbeiten oder zu studieren. Diese Leute letztlich davon zu überzeugen, auch ihren Wohnsitz hierher zu verlegen, wird Aufgabe zukünftiger Veranstaltungen sein -mit einem eigenen Eberswalder Profil.

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