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Vergangenes Jahr konnte in Altlandsberg viel zu Ende gebracht werden – Gleichzeitig wurde neue Vorhaben angestoßen

Auf dem Weg zu Lustgarten und Orangerie

Datum: 05.01.2018

Altlandsberg (sd). Immer mehr Menschen kommen nach Altlandsberg, sodass die Stadt derzeit 9.374 Einwohner zählt und die Entwicklung schreitet voran. So wurde 2017 nicht nur die Kita-Erweiterung in Rekordzeit abgeschlossen. Auch zahlreiche andere Vorhaben fanden ihren Abschluss oder sind in Vorbereitung.
Angesichts der Zahl der Hochzeiten in der Residenzstadt wird bereits deutlich, welche Entwicklung schon vollzogen wurde und was noch kommen kann. Wurden im Jahr 2015 noch 79 Ehen in Gutshaus und Schlosskirche besiegelt, waren es 2017 sage und schreibe 231.
„Altlandsberg ist ein beliebter Wohnstandort und zunehmend Anziehungspunkt für Tagestouristen. Nicht zuletzt gut ausgebaute Radwanderwege und Fortschritte bei der Altstadtsanierung tragen ihren Teil dazu bei", so Bürgermeister Arno Jaeschke. Zufrieden ist er indes, dass die S5-Region ihre Arbeit nicht nur im touristischen Bereich fortsetzen wird. „Die Schlossgut GmbH übernimmt immer mehr Aktivitäten, die sonst von der Stadt organisiert wurden", ergänzt Öffentlichkeitsmitarbeiterin Gabriele Johannsen. Auf eine gute interkommunale Zusammenarbeit blicken Johannsen und Jaeschke vor allem mit Blick auf die IGA-Korrespondenzregion „GartenNachbarn" zurück. Die gemeinsamen Aktivitäten hätten eine gute Außenwirkung für die Region gehabt und zur Ausstrahlung des Schlossgutes beigetragen. Auch eine Veranstaltung zur Entwicklung von Gesundheit und Tourismus in der Metropolregion Ost im Rahmen des Regionalmanagements fand in der Schlosskirche statt.
Doch es gilt ebenso, künftig Herausforderungen dieser positiven Entwicklungen zu meistern. So konnte zum Ende des vergangenen Jahres innerhalb von nur vier Monaten der Erweiterungsbau der Kita „Storchennest" eingeweiht werden. 55 dringend benötigte Plätze wurden so geschaffen. Wie Jaeschke betont, funktionierte das Vorhaben, da viele Engagierte auf ein Ziel hinarbeiteten und zahlreiche Praktiker mitwirkten. „Ein Planungs- und Entscheidungsinstrument, aber auch Voraussetzung für weitere Förderung bis 2035 ist das integrierte Stadtentwicklungskonzept (INSEK), welches 2017 beschlossen wurde", so Arno Jaeschke weiter. Symbolisch ziehe er seinen Hut angesichts des Einsatzes zahlreicher Ehrenamtlicher und Interessierter, die „ihre Stadt" gestalten wollen. Viele Schritte seien definiert und leiteten sich ab. Es gäbe nun erstmals ein Papier, wie sich Altlandsberg entwickeln soll. Weiter dankt Jaeschke den Bürgerinnen und Bürgern, die sich bei der Entwicklung des Klimaschutzkonzeptes einbrachten. Im neu gegründeten Seniorenbeirat wirken indes Vertreter aller Ortsteile an künftigen Entwicklungen und Planungen mit.
Im Frühjahr 2017 konnten die Straße an der Mühle und der Mehrower Weg offiziell übergeben werden. Dies entlaste zudem den Verkehr im Stadtkern, ergänzt Altlandsbergs Bürgermeister. Auf dem Schlossgut-Areal wurden der Domänenhof und der Parkplatz fertiggestellt. Nachdem die letzten drei Grundstücke auf Strausberger Gemarkung durch die Stadt Altlandsberg erworben wurden, geht im neuen Jahr der Bau des Radwegs zwischen Gielsdorf und Strausberg in die Ausführungsphase. „Altlandsberg wird die Planung und Bauleitung übernehmen. Mit dem Landesbetrieb Straßenwesen und Strausberg als Partnern wird es 2018 endlich losgehen", sagt Jaeschke und ergänzt, dass erste notwendige Baumfällungen noch im Winter erfolgen sollen. Über Jahre wurde an der Realisierung gearbeitet. Wenn der Radweg fertig ist, wird er eine deutliche Aufwertung für Tourismus und Nahverkehr bedeuten.
Die städtebauliche Zielplanung für die Gestaltung des Scheunenviertels wurde beschlossen und im Sanierungsgebiet Altstadt werden mit der Berliner Straße 1 bis 8, in der Poststraße und in der Strausberger Straße bis zur Bernauer Straße die nächsten Objekte saniert. Auf dem Schlossgut entstehen die Schlossterrasse und die Schlossmauer als nächste Teile des umfassenden Gesamtkonzepts. „Wir bauen nur mit entsprechender Förderung und wenn es sinnvoll ist", so Arno Jaeschke. Vorhaben wie die neue Orangerie und der Lustgarten hängen derzeit von den Förderbestätigungen ab. Eine Zusage über den Winter sei optimal, während die Bestätigung nach März eine Verzögerung von etwa einem Jahr zufolge haben könnte.
Zudem werde 2018 die Straße nach Neu-Hönow geplant und die Brückensanierung am Wald-ring in Bruchmühle vorangebracht. Außerdem wird ein Bauprogramm für Straßen und Beleuchtung erstellt. Im Ortsteil Radebrück werde das B-Planverfahren für einen neuen Rewe-Markt abgeschlossen. Mit dem Stockcar-Rennen in Wegendorf konnte zudem eine Veranstaltung wiederbelebt werden, die nach dem Tod ihres Initiators ein Jahr lang aussetzte. Künftig wird das Event vom ADM organisiert.
Über 690 Jungen und Mädchen nutzen aktuell den Schulstandort Altlandsberg. „Auf dem Plan steht auch der Bau des Schulcampus in der Klosterstraße", fügt Arno Jaeschke hinzu. Der erweiterte Brandschutz werde zu Ende 2018 umgesetzt und die Kooperations- und Zuwendungsvereinbarung für die städtische Bibliothek wurde beschlossen.
Städtische Zuschüsse von 33.000 Euro pro Jahr ermöglichen, dass die Busse der Linie 944 auch von 20 bis 22 Uhr verkehren. „Im Nahverkehrsplan des Kreises war das nicht vorgesehen, doch wir können unsere Bürgerinnen und Bürger und Gäste nicht einfach stehen lassen", begründet Arno Jaeschke den Schritt. Zunächst bis 30. Juni 2018 wird die Erweiterung des Verkehrsangebots mit städtischen Mitteln getragen. Gleichzeitig werden Gespräche mit dem Landkreis zu einer Erweiterung des Verkehrsplans geführt. Während das Schlossgut sich mit seinen Veranstaltungen zunehmend als Anziehungspunkt etabliere, komme das Nahverkehrsangebot kaum hinterher, wie schon häufiger angemerkt wurde. Vor allem abends und am Wochenende mangle es an Fahrangeboten.
„Auch 2017 haben wir viele Dinge angepackt, auf den Weg gebracht und abgeschlossen. Das ist vor allem der Arbeit sachkundiger Einwohner, Ehrenamtlicher und der Stadtverordneten zu verdanken - dafür mein herzlicher Dank. Mögen wir diese gute Zusammenarbeit im neuen Jahr fortsetzen", schließt Arno Jaeschke und fügt hinzu: „Mein besonderer Dank gebührt den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr. Sie setzen Jahr für Jahr unzählige Stunden ihrer Freizeit ein, um einsatzbereit bei Bränden oder technischer Hilfe zu sein, die Technik und Ausrüstung instand zu halten und dafür Ausbildung und ständiges Training zu absolvieren."

BU: Kinder und Erzieher begleiteten den Kita-Erweiterungsbau und brachten sich an vielen Stellen ein: Leiterin Margit Förster hält eine Bildtafel zum „Wiesenhaus" hoch.      Foto: BAB/sd
 

 

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