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9,8 Millionen Euro Auszahlungen im Haushalt der Gemeinde eingestellt – Ehrenamtliche bereichern Gemeinde

Nach zahlreichen Sanierungen erstmals auch Neubau in Rehfelde

Datum: 05.01.2018

Rehfelde (sd). Nachdem in Rehfelde die letzten Jahre eher saniert wurde, konnte im Juni 2017 mit der Kita-Erweiterung endlich wieder ein Neubau begonnen werden. Das Niveau der Zusammenarbeit der Gemeindeverwaltung mit ehrenamtlich Engagierten konnte gehalten werden, auch wenn die Arbeit nicht einfacher wird.
Viel hat sich auch 2017 im grünen Tor der Märkischen Schweiz getan und die Entwicklung wird nicht abreißen, wie Bürgermeister Reiner Donath berichtet. So wurde auf der letzten Gemeindevertretersitzung des alten Jahres der Haushaltsentwurf beschlossen, der rund 9,8 Millionen Euro an Ausgaben vorsieht. „Sowas hatte Rehfelde bislang noch nicht. Mit diesem Volumen können auch anspruchsvollste Aufgaben realisiert werden", so Reiner Donath. Schwerpunkte der kommenden Ausgaben liegen beim Innenausbau des neuen Kitagebäudes „Am Fuchsbau", der Gestaltung des Kitaumfeldes und der Wärmedämmung des Altbestandes. Außerdem wurden die geplanten Ausgaben für Straßenbau und -instandhaltung verdreifacht, wie Donath ausführt. So sei vorgesehen, den Parkplatz an der Post neben dem Sportplatz zu sanieren und das Straßenausbaukonzept wird bis 2030 fortgeschrieben. Da viele Bürgerinnen und Bürger den Zustand der Rehfelder Straßen bemängelten, sei das neue Finanzvolumen für Investitionen und Instandsetzungen ein deutliches Zeichen nach außen, dass sich etwas bewege, so Donath.
Mit Blick auf das vergangene Jahr zählt Rehfeldes Bürgermeister zahlreiche Fortschritte auf. So wurden weitere Straßen saniert und gebaut, die Turnhallensanierung abgeschlossen, mehrere Klassenzimmer wurden erneuert und die Genossenschaftsmitglieder von Rehfelde EigenEnergie konnten zwei Bürgerwindkraftanlagen in Betrieb nehmen. Im Dezember wurde mit der Photovoltaik-Anlage auf dem Kita-Erweiterungsbau bereits die zweite derartige Einrichtung für die eigene Stromversorgung der Gemeinde auf einem kommunalen Dach in Betrieb genommen. „Die Ergebnisse der Erfüllung unserer eigenen Energiekonzepte und des Klimaschutzmanagements sind zunehmend sichtbar", fasst Reiner Donath zusammen. So wurde die Beleuchtung in den Ortsteilen Werder und Zinndorf ebenfalls auf sparsame LED-Elemente umgestellt.
Auch wenn die Marke von 5.000 Einwohnern 2017 nicht ganz geknackt werden konnte, hält die Gemeindeentwicklung vor allem aufgrund des Zuzugs weiter an. Gemessen an den gemeldeten Haupt- und Nebenwohnsitzen verzeichne Rehfelde bereits 5.135 Einwohner, wie Reiner Donath ergänzt. Das seien gut 500 Einwohner mehr als noch vor vier Jahren.
Stolz ist Reiner Donath angesichts der sehr guten Ergebnisse ehrenamtlicher Arbeit. „Die Gemeinde lebt vom Engagement der Bürgerinnen und Bürger", fasst Donath zusammen. Wie er sagt, wurde das Niveau der guten Zusammenarbeit mit den Gemeindevertretern gehalten, auch wenn einige selbstgestellte Aufgaben nicht einfacher werden. Zum Beispiel sei es zunehmend schwieriger, Freiwillige zu finden, die bestimmte Aufgaben übernehmen. So suchen die Mitglieder der SG Grün-Weiß aktuell nach einem Nachfolger für den scheidenden Vereinsvorsitzendenden Carsten Kopprasch. Bis März wurde eine letzte Fristverlängerung gefunden, in der es gelte, eine Neubesetzung zu finden. Auch wenn der Rest der Vorstandspositionen besetzt werden konnte, ist die Sportgemeinschaft de facto handlungsunfähig und wird schlimmstenfalls sogar aufgelöst, wenn sich kein neuer Vorsitzender findet. „So ein Einschnitt in das gemeindliche Leben wie den Wegfall der Sportgemeinschaft wäre nicht zu verkraften, zumal zahlreiche Feste und Events im Jahreskalender von den Sportlern mit-organisiert werden", erinnert Donath.
Für viele Rehfelderinnen und Rehfelder war die Gründung des „Fördervereins zur kommunalen Entwicklung Rehfelde" e. V. ein deutliches Signal. Erste Projekte konnten bereits erfolgreich angegangen werden. Für 2018 haben sich die Vereinsmitglieder die Anschaffung eines „Sozialmobils" auf die Fahnen geschrieben, das öffentlichen Einrichtungen und Vereinen ebenso zugutekommen soll wie den Bürgerinnen und Bürgern.
Weiterhin haben die Mitglieder der Arbeitsfördergesellschaft (AFG) die Pflege der Wanderwege in der Märkischen Schweiz erfolgreich übernommen. Zudem hat die Firma GEHUS aus Altlandsberg die Verwaltung mehrerer Wohn- und Gewerbeobjekte übernommen. Läuft alles nach Plan, nimmt ein weiteres Großprojekt in Rehfelde 2018 seinen Anfang. „Die Entwicklung eines kombinierten Bauobjekts mit Nahversorger und Wohnen ist ein riesiger Schritt in unserer Entwicklung", umreißt Reiner Donath. Beabsichtigt ist, dass der neue Rewe-Markt bis Weihnachten 2018 eröffnet. Fast gleichzeitig stehen zahlreiche Planungsschritte im neuen Jahr an. So sollen Gewerbeflächen und Wohnen im Bereich Mühlenfließ vorangebracht und der B-Plan für das Windfeld 26 nach Regionalplan ausgearbeitet werden. Zudem wird das neue Feuerwehrgerätehaus im Ortsteil Werder gebaut und der Neubau für die Zinndorfer Kameraden detaillierter ausgearbeitet. Neben Planungen gelte es, einen passenden Standort für den Neubau zu finden.
„Wir können uns immer auf unsere Feuerwehren verlassen. On bei heftigen Unwettern und Stürmen, wie wir sie 2017 erlebten, oder bei Dorffesten. Mit den Neubauten können wir etwas davon zurückgeben und den Kameraden die Arbeit etwas erleichtern", sagt Donath. Es gebe 1.000 Kleinigkeiten, die Ehrenamtler und Verwaltung lösen sollten. Da sei es umso erstaunlicher, dass die Gemeindeverwaltung bis auf wenige Wechsel im Grund noch so aufgebaut sei wie in den 1990er Jahren, trotzdem immer mehr Aufgaben zu bewältigen sind. Als ehrenamtlicher Bürgermeister stellt Reiner Donath gewissermaßen selbst ein Bindeglied aus Politik und Engagement dar. „Ich habe das Gefühl, mit meiner Arbeit das Leben in der Gemeinde mitgestalten zu können und Sichtbares zu vollbringen. Es ist weniger eine lästige Pflicht, denn vielmehr Freude und positive Gefühle bei geschaffter Arbeit", fasst Donath zusammen. Mehrheitsverhältnisse geben ihm Zuversicht und es seien viele Menschen im Amt und der Gesellschaft, die gleiche Ziele verfolgten. Auch nach seinem 75. Geburtstag am 6. Dezember spornt ihn die Zuversicht an, dass er immer Unterstützer findet.

Feierlich konnten Kinder und Erzieher der Kita „Fuchsbau" das Richtfest des Erweiterungsbaus begehen. Derzeit laufen Innenausbau und anschließend die Umfeldgestaltung.      Foto: BAB/sd
 

 

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