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Märkische Schweiz verzeichnete Besucherrückgänge – Weichen für künftige Entwicklung stellen

Herausforderungen gemeinsam angehen

Datum: 05.01.2018

Buckow (sd). Der Beginn der Kitaneubauten in Buckow und Rehfelde, die Anschaffung zweier neuer Feuerwehrfahrzeuge oder die Veränderungsverordnung für Baugebiete im Naturpark. 2017 hat sich viel im Amt Märkische Schweiz getan und im neuen Jahr stehen zahlreiche neue Vorhaben an.
Auch um den Jahreswechsel herum werden die Unterlagen und Papiere auf dem Schreibtisch von Amtsdirektor Marco Böttche kaum weniger. „Wir haben viel geschafft und noch mehr vor. Vieles ist angestoßen worden, was vor einem Jahr noch kaum denkbar schien", fasst er zusammen. Während am Kitaneubau in Rehfelde bereits Richtfest gefeiert wurde, konnte der Neubau in Buckow in den letzten Monaten des alten Jahres begonnen werden. Seit 2009 wurde an den Planungen für die Kita Buckow gearbeitet. „Probleme des Berliner Umlandes können uns auch in einigen Jahren erreichen. Wir können die Herausforderungen in den Bereichen Gewerbe, Tourismus, Kita, Schule nur gemeinsam lösen und dieser Aufgabe stellen. Dazu müssen Gemeinden und Verwaltung Impulse geben, aber auch aufnehmen und umsetzen", fasst Böttche zusammen.
Auch konnten die Arbeitsbedingungen der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren in Waldsieversdorf und Bollersdorf verbessert werden. Für 270.000 beziehungsweise 133.000 Euro wurden ein LE10 und ein TSFW (Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser) angeschafft. „Außerdem wurde der Bauantrag für das Gerätehaus in Werder auf den Weg gebracht", ergänzt Böttche.
Indes konnte die Buckower Wehr ihr 112-jähriges Bestehen feiern und die Jugendwehren in Ihlow und Zinndorf auf 20 Jahre zurückblicken. Insgesamt seien die Feuerwehren im Amt mit 290 Aktiven und fast ebenso vielen Mitgliedern im Nachwuchsbereich gut aufgestellt, so Böttche weiter. Gut zwei von zehn Kindern bleiben den Jugendwehren erhalten, während viele mit Schulwechsel und Ausbildungsbeginn weggehen. „Wir wollen die Nachwuchsarbeit noch weiter intensivieren und die Kameraden so gut unterstützen, wie es uns als Amt möglich ist", kündigt der Amtsdirektor an. So ist vorgesehen, den ehrenamtlichen Kräften etwas für ihren Einsatz zurückzugeben.
Für 2018 stehen bereits wichtige Vorhaben an. „Wir hoffen, dass es uns gelingt, dass Buckow als Kneippheilbad anerkannt wird. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Genehmigung des Flächennutzungsplans. Im September wurde ein Lösungsansatz erarbeitet, der im Januar intensiver behandelt wird, sodass wir hoffentlich bis Mitte 2018 Ergebnisse haben", erläutert Marco Böttche. Zahlreiche Diskussionen und Unmengen an Bürokratie sind der Veränderung der Bauordnung im Naturpark schon vorausgegangenen. „Die Vorstellungen des Landes und die Bedarfe der Kommunen gehen teils weit auseinander", ergänzt Böttche. So müssten die Grenzen der Ortslagen um Kommunen größer gefasst werden, um gemeindliche Entwicklungen begünstigen zu können. Etwa im März soll auch die Öffentlichkeit stärker in die Entwicklungen eingebunden werden.
Weniger erfreulich für die sonst positive Entwicklung der Märkischen Schweiz war die Meldung des Kultur- und Tourismusamtes über einen deutlichen Besucherrückgang. Vor allem die Einschränkungen entlang der Regionalbahn und der Bundesstraße 1/5 hätten zum Ausbleiben von Gästen geführt. Abgesehen von baulichen Einschränkungen sei die Fahrplanentwicklung jedoch auf einem guten Weg und auch der Wochenendverkehr würde nun wieder stärker frequentiert, wie Böttche weiter ausführt.
Trotzdem die Kreisgebietsreform durch die Landesregierung zunächst gestoppt wurde, ist die Verwaltungsreform im Amtsgebiet nach wie vor ein Thema. So sei beabsichtigt, dass eine Gemeinde des Amtes Neuhardenberg zum 1. Januar 2019 zum Amt Märkische Schweiz wechselt. Hier erwartet die Amtsverwaltung für das Jahr 2018 eine umfangreiche Vorbereitungsphase für die benötigten Unterlagen. Außerdem soll die interkommunale Zusammenarbeit mit der Stadt Müncheberg nochmals intensiviert werden. „Ab Mai gelten neue Datenschutzvorgaben. Die Digitalisierung in der Verwaltung hält nicht nur bei der Elektronischen Vergabe und Rechnungsstellung zunehmend Einzug. So viele Vorteile die Umstellung auch bringt, oftmals gestaltet sich doch der Wechsel schwierig", umreißt Marco Böttche. Wenn alles gut laufe, könne im März die neue Homepage der Märkischen Schweiz im Amtsausschuss vorgestellt werden. „Wir haben dort in einigen Bereichen Nachholbedarf gehabt", fügt Amtsdirektor Marco Böttche hinzu.
Das 25-jährige Bestehen des Amtes Märkische Schweiz wurde indes bewusst nur im kleinen Rahmen mit den Verwaltungsmitarbeitern gefeiert. Angesichts des fortschreitenden Generationenwechsels gelte es den schwierigen Spagat zwischen Erfahrungsaustausch und bestehendem Gefüge sowie Neuausrichtung zu meistern, wie Böttche ausführt. Von den derzeit 40 Mitarbeitern in der Amtsverwaltung sind 15 bereits von Anfang an dabei. „2017 mussten neun neue Mitarbeiter eingestellt werden. Die Suche nach Fachkräften gestaltet sich immer schwieriger", so Böttche weiter. Auszubildende werden bisher direkt übernommen. Doch allmählich seien räumliche Kapazitätsgrenzen erreicht, schränkt Marco Böttche ein. Mit den Partnern muss nach neuen Möglichkeiten geschaut werden. Spürbar wurden die zunehmenden Personalprobleme Anfang 2017 im Standesamtsbereich, wo zeitweise ein Mitarbeiter praktisch alle Aufgaben übernehmen musste. Inzwischen sind jedoch wieder vier Mitarbeiter beschäftigt, um solche Engpässe zu verhindern. Mit dem neuen Jahr wird das Kultur- und Tourismusamt zur Stabstelle Wirtschaftsförderung und Tourismus umgestaltet.

BU: 2017 konnten Marco Böttche (rechts) und Reiner Donath beim Richtfest der Rehfelder Kita-Erweiterung anstoßen. In Buckow wurde ebenso mit dem Neubau begonnen.      Foto: BAB/sd
 

 

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