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In der Stichwahl um das Bürgermeisteramt behauptete sich Amtsinhaberin Elke Stadelder

Eine Überraschung blieb bei dieser Wahl aus

Datum: 16.03.2018

Strausberg (mei). Größter Verlierer der Stichwahl am vergangenen Sonntag war die Wahlbeteiligung. Von 22.443 Berechtigten nutzten nur 8.708 ihr Wahlrecht. Das entspricht 38,8 Prozent und wirft einmal mehr die Frage nach Sinn und Unsinn der rein Brandenburger Eigenart auf, solche Entscheidungen durch eine Stichwahl der beiden Erstplatzierten zu treffen.
Amtsinhaberin Elke Stadeler, die bereits nach dem ersten Wahlgang Ende Februar mit 41,2 Prozent der Stimmen deutlich in Front lag, gewann am Ende mit 53,8 Prozent. 648 Strausberger mehr stimmten für sie, als für Herausforderin Birgit Bärmann. Beide Frauen entstammen beruflich der Stadtverwaltung, wo sie über hohe Qualifikationen und viel Erfahrung verfügen, beide sind parteilos. Und auch in der Programmatik gab es durchaus Parellelen. Der Unterschied zwischen ihnen lag hauptsächlich darin, dass Amtsinhaberin Elke Stadeler den pragmatischen und sachlichen Stil der vergangenen acht Jahre als Rezept für die folgende Amtszeit bewarb, während die Herausforderin dies für zu wenig erklärte. Birgit Bärmann argumentierte, es fehle an gesellschaftlichem Zusammenhalt, an Förderung von Kunst und Kultur, um der Stadt langfristig ein stärkeres Profil zu verleihen. Vor der Stichwahl verschärfte sie deutlich den Ton, warf der Amtsinhaberin vor, in der Verwaltung ein Klima der Angst geschürt zu haben und Erfolge Anderer unberechtigt für sich zu reklamieren.
Unabhängig davon, wie die Strausberger Art und Inhalt solcher Aussagen wahrnahmen, wurde die Stichwahl letztlich zu einer Entscheidung darüber, wie die Strausberger Wahlberechtigten die Situation in ihrer Stadt sehen. 13.735 von ihnen wünschen sich laut dem Wahlergebnis so wenig Miteinander in der Stadt, dass sie sogar die Auseinandersetzung darüber verweigerten und am Wahltag zuhause blieben. 4.612 Strausberger stehen hinter der derzeitigen Entwicklung und vertrauen auf Elke Stadelers Fähigkeiten, die Stadt weiter voranzubringen. 3.964 sind der Meinung, dass in Bärmanns Sinne mehr passieren müsse. Das sind lediglich 17,5 Prozent der Wählerschaft.
Somit hat Bürgermeisterin Elke Stadeler, die sich gegen vier andere Kandidaten durchsetzen konnte, am Sonntag ein überzeugendes Votum der Strausberger für eine weitere Amtszeit erhalten, in der sie ihre neue Agenda umsetzen kann.

BU: Acht Jahre mehr: Bürgermeisterin Elke Stadeler setzte sich auch in der Stichwahl souverän durch. Foto: e.b./J. Otto

 
Freude und Dank

Elke Stadeler äußert sich

Strausberg (e.b.). In persönlichen Worten wendet sich Elke Stadeler nach ihrem Sieg in der Stichwahl um das Bürgermeisteramt an die Einwohnerschaft der Stadt:
Liebe Strausbergerinnen, liebe Strausberger, Sie haben mir in der Stichwahl am Sonntag mehrheitlich Ihr Vertrauen ausgesprochen und mich für weitere acht Jahre in das Amt der Bürgermeisterin gewählt.
Ich freue mich sehr über dieses Ergebnis und danke allen, die sich in diesen demokratischen Meinungsbildungsprozess eingebracht und ihr Stimmrecht wahrgenommen haben.
Ein besonderer Dank gilt meinen vielen Unterstützern, die mir in diesem harten Wahlkampf den Rücken gestärkt und geholfen haben.
Nun geht es darum, Strausberg gemeinsam weiter voran zu bringen.
Liebe Strausbergerinnen, liebe Strausberger, Ihr in mich gesetztes Vertrauen werde ich nicht enttäuschen. Auch weiterhin werde ich stets ein offenes Ohr für Sie, Ihre Vorschläge und Probleme haben, diese prüfen und Ihnen ehrlich sagen, was machbar ist.
 
Weiter erfolgreich für Strausberg!
Ihre Elke Stadeler
Bürgermeisterin

 

 

 

 
 

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