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Radweg zwischen Hirschfelde und Werneuchen an die Öffentlichkeit übergeben / Projekt kostete 580.000 Euro

Alte Ortsverbindung wie neu

Datum: 05.04.2018

Werneuchen (fw). Wer mit dem Rad von Hirschfelde nach Werneuchen wollte, musste bisher eine rund sechs Kilometer lange Strecke in Kauf nehmen, die über Werftpfuhl führte und direkt an der viel befahrenen Bundesstraße B 158 verlief. Keine guten Argumente dafür, das Auto mal stehen zu lassen und obendrein noch gefährlich – nicht nur für Kinder, die dort entlang zur Schule fahren müssten. Nun herrschen bessere Bedingungen. Am Dienstag wurde die ehemalige Ortsverbindung nach ihrem Ausbau der Öffentlichkeit als Radweg übergeben. Nun besteht eine direktere Verbindung zwischen den Ortsteilen, die obendrein auch noch etwa zwei Kilometer kürzer ist. Hildegard Schadow freut sich sehr darüber. „Wir werden den Radweg viel nutzen“, sagte die gebürtige Werneuchenerin. Sie half Bauamtsleiterin Silke Hupfer, Hirschfeldes Ortsvorsteher Lothar Ast und Werneuchens Bürgermeister Burkhard Horn auch dabei, den obligatorischen Banddurchschnitt vorzunehmen. Danach schwangen sie sich aufs Rad, um den nagelneuen Weg auszuprobieren. Das Bauvorhaben schlug mit insgesamt 580.000 Euro zu Buche. Ein Großteil davon, nämlich 391.000 Euro, wurden durch das Europäische Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum in Brandenburg und Berlin im Rahmen von LEADER mitfi nanziert. Werneuchen musste einen Eigenanteil von 25 Prozent leisten. Nachdem die Mittel im Oktober 2016 übergeben wurden, startete das Bauvorhaben im Februar 2017 und sollte Ende des gleichen Jahres abgeschlossen sein. Doch durch den Fund von Schwalben und Eidechsen, die unter Naturschutz stehen, wurde der Fortschritt verzögert. „Dahinter steckt ein hoher bürokratischer Aufwand“, so Hupfer. Auch der Starkregen im Winter hinderte ein schnelles Vorankommen. Horn sah es sportlich: „Im Winter fährt sowieso niemand Rad“. Daher passe die Eröffnung im Frühling sowieso viel besser. Da der Zustand des alten Bestandsweges in Hirschfelde nicht sehr gut ist, soll er noch in diesem Jahr ausgebessert werden. Die Mittel dafür stehen laut Horn im Haushalt. „Ich hoffe nur, dass sie auch reichen“, so der Bürgermeister. Bis Mitte der 1930er-Jahren bestand die Ortsverbindung als Straße. Durch den Bau einer Jagdfl iegerschule und dem Flugplatz wurde sie jedoch gekappt und war nur noch ansatzweise als unbefestigter Weg erkennbar. Die alte Ortsverbindung wurde auf einer Länge von einem Kilometer und in einer Breite von zweieinhalb Metern als Asphaltweg ausgebaut. Dafür, dass dort keine Autos fahren, sorgt ein Poller, der am Tag der Übergabe eingesetzt und getestet wurde. Um das Projekt endgültig abzuschließen, werden Bäume, Sträucher und kleine Beerengehölze gepfl anzt. Insgesamt entsteht ein fünf Meter breiter Grüngürtel, an dem sich die Radfahrer erfreuen können und noch einen Anreiz mehr haben, die Strecke zwischen Hirschfelde und Werneuchen mit dem Rad zurück zu legen.

Als Fernsehbeitrag auf: www.odf-tv.de

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