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Brieftauben

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Beitrag: Brieftauben

Datum: 12.04.2018
Rubrik: Gesellschaft

Brieftauben waren vor der Erfindung der Telegrafie und Telefonie die einzige Möglichkeit, Informationen schneller zu übermitteln als durch einen Boten. Durch ihre Fähigkeit, immer wieder nach Hause zu finden, war sie prädestiniert dafür, Nachrichten, auch über feindliche Linien hinweg, über weite Strecken zu transportieren. Historisch verbürgt ist zum Beispiel die Übermittlung der Nachricht vom Sieg in der Schlacht von Waterloo am 18.Juni 1815 an die britische Regierung. Die Schweizer Armee hat erst 1995 Brieftaubendienst abgeschafft und noch 1985 einen Leitfaden für die Brieftaubenhaltung herausgegeben. Heute werden Brieftauben fast ausschließlich für sportliche Wettkämpfe gehalten und gezüchtet. So auch von der Brieftaubenzüchterin Angela Targatz, die sich seit Kindesbeinen an leidenschaftlich ihrem Hobby widmet. In ihrem großzügigen Taubenschlag beherbergt Angela Targatz über 200 Brieftauben, die regelmäßig sehr erfolgreich an Wettkämpfen teilnehmen. Dabei legen die Tiere in kurzer Zeit sehr weite Distanzen zurück. Die Tauben werden bei ihrer Heimkehr automatisch von den eingebauten Antennen erfasst. Jede Taube hat ihre eigene Nummer. Die steht auf dem Nummernring, der ihr für gewöhnlich in der 2. Lebenswoche am rechten Fuß aufgezogen wird und dort ein Leben lang verbleibt. Aber das Leben als Brieftaube ist nicht immer ein sorgloses. Es lauern auch Feinde in der Luft. Der Habicht ist allerdings nicht der Grund dafür, dass die Brieftaubenzucht vom Aussterben bedroht ist. Es fehlt einfach an Nachwuchszüchtern, die sich für das Rennpferd des kleinen Mannes begeistern können. Wer den Brieftaubensport näher kennenlernen will, kann am kommenden Sonntag, dem Tag der Brieftaube, gern einen Taubenschlag besichtigen. Die Kontaktadressen sind auf der eingeblendeten Facebookseite hinterlegt.

Bericht, Kamera, Schnitt: Jan Mader

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