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Zahlreiche Aktionen zum Frühjahrsputz in und um Strausberg – Taucher reinigten See

Was andere so hinterlassen

Datum: 13.04.2018
Rubrik: Gesellschaft

Strausberg (sd). Mit dem beginnenden Frühjahr kommt oft auch der Wunsch, wieder einmal so richtig gründlich aufzuräumen. Zum traditionellen Frühjahrsputz fanden sich auch in Strausberg wieder Aktive an vielen Stellen ein und packten mit an.
Von drei bis 89 Jahren waren die Aktiven beim Reinemachen in der grünen Stadt am See alt. „Wir hatten eine gute Beteiligung – etwa so wie im Vorjahr", heißt es aus der Stadtverwaltung. Fünf Kubikmeter Grünabfälle, 15 Kubikmeter Hausmüll, ebenso viel Sperrmüll, drei Kubikmeter Baumischabfälle, zwei Kubikmeter Betumabfall und Dachpappe, ein halber Kubikmeter Asbest sowie 120 Reifen und ein Kühlschrank. So das Fazit nach den unterschiedlichen Reinigungsaktionen im ganzen Stadtgebiet.
Rund um den See und sogar im Straussee wurde ebenfalls fleißig nach Hinterlassenschaften anderer Leute gesucht. „Unverständlich, wie das alles einfach in die Natur geworfen werden", resümierten Zuschauer, die beobachteten, wie Taucher des 1A-Tauchcenters beutelweise Unrat aus dem See holten. Schon ganze Bettgestelle mit Matratzen, Kinderwagen, Rollatoren und mehr wurden in den letzten Jahren aus dem See gefischt, wie Stefan Gowitzke berichtet. Wie wichtig es ist, die Umwelt sauber zu halten und seinen Müll richtig zu entsorgen, lernen bereits die Tauchschüler. Schon seit Jahren beteiligen sich die Hobbytaucher.
Nur zehn Minuten in Ufernähe füllten die großen Beutel von Peter Langer und Martin Auerbach. Am Ufer waren Vertreter der Wasserwacht und des DRK fleißig. Vor allem Hausmüll fanden sie. Unverständlich sei dies, da es doch genug Möglichkeiten gebe, den Müll zu entsorgen.
Das erste Mal mit beim Reinemachen in der Stadt dabei waren die „Strausberger Wanderfalken". Wie Pfarrer Tilmann Kuhn erklärt, hatten die Jungen und Mädchen der Ortsgruppe im Verband der christlichen Pfadfinder (VCP) bereits umfassend mit dem Thema Müll auseinandergesetzt. Vor allem Plastikmüll, der nicht verrottet, landete in den Müllbeuteln. Alle regen sich drüber auf, doch manchmal müsse man einfach selbst anpacken, so Tilmann Kuhn. Gleichzeitig wünschte er sich eine höhere Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der von der Stadtverwaltung initiierten Aktion.
Im Beitrag des ODF Lokalfernsehens wird deutlich, dass der richtige Umgang mit Müll alle etwas angeht. Mit der Kamera begleitete Videojournalist Christoph Mann die Aktiven und sprach mit ihnen. Einfach dem Link folgen und direkt ansehen: http://www.odf-tv.de/mediathek/30258/Tauchen_nach_Muell.html

BU: Nicht nur am Ufer des Straussees sondern auch im See selbst wurde aufgeräumt. Die Taucher hatten teilweise mit trüber Sicht und aufgewirbeltem Sand zu kämpfen, da Wasser unterschiedlicher Temperatur derzeit zirkuliert.        Foto: BAB/sd
 

 

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