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Witterung verzögert Bauablauf – L23 wohl bis September 2019 gesperrt

Länger als geplant auf Umwegen unterwegs

Datum: 27.04.2018

Hennickendorf/Torfhaus (sd). Nach der ursprünglichen Planung sollte die Baumaßnahme an der Landesstraße 23 zwischen Torfhaus und Hennickendorf bis Ende dieses Jahres beendet sein. Wie es auf Nachfrage vom Landesbetrieb Straßenwesen heißt, verzögerte sich der Planungsablauf, sodass die Straße wohl erst im September 2019 fertiggestellt wird.
Wer von Strausberg aus in Richtung Hennickendorf unterwegs ist, muss seit Januar 2017 Umwege in Kauf nehmen, da der Abschnitt zwischen Ortsausgang Torfhaus und Ortseingang Hennickendorf grundlegend hergestellt wird. Aufgrund des torfigen Untergrunds wurden zur Stabilisierung der neuen Straße zunächst Rüttelstopfsäulen in das Erdreich eingebracht. In Verbindung mit einem Geogitter, auf dem letztlich die neue Fahrbahn ruhen wird, soll ein Absacken und Anheben der Fahrbahn unterbunden werden. Eine aufwändige Konstruktion, die ursprünglich bis Ende 2018 fertiggestellt werden sollte.
„Durch unerwartete Hindernisse im Baugrund und unplanmäßig zu erfolgende Umverlegungen von Versorgungsleitungen im Baubereich sowie die außergewöhnlich hohen Niederschläge 2017 war es bislang nicht möglich, die Geogitterbahnen über den eingebrachten vermörtelten Rüttelstopfsäulen zur Stabilisierung des Untergrundes noch im Jahr 2017 einzubauen", erklärt Margitta Schlager vom Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg, Dezernat Bau Ost auf Nachfrage.
Die Dauerfrostphasen machten Arbeiten praktisch unmöglich, erklärt Polier Dandy Koß von der Strabag. „Probebohrungen zeigten, dass der Frost gut einen halben Meter ins Erdreich eingedrungen war. Das machte die Verlegung des Geogitters unmöglich", so Koß weiter. Erst die Witterung Anfang April ermöglichte nun den Einbau des Geogitters.
Auch für die Fachleute ist eine solche Geogitter-Konstruktion nichts Alltägliches. Sie werde jedoch immer mehr nachgefragt und beispielsweise für die Deutsche Bahn wurden bereits ähnliche Maßnahmen umgesetzt, die jedoch aufgrund der höheren Belastung etwa fünfmal so stark sind, wie der Polier ergänzt. Während die beiden neuen Brücken so gut wie fertig sind, wird im nächsten Schritt über dem Geogitter der sogenannte Damm aufgetragen, auf dem letztlich die neue Fahrbahn installiert wird. Aufgrund der Verzögerung verschiebe sich nun der gesamte Bauablauf, wie Margitta Schlager ausführt. „Bis Ende 2018 sollte der zweite Bauabschnitt von der Mühlenstraße bis nach Hennickendorf fertiggestellt werden. Nach neuem Ablaufplan soll der erste Abschnitt bis September 2018 abgeschlossen sein, sodass sich die Fertigstellung der Gesamtbaumaßnahme etwa auf September 2019 verschiebt", führt Margitta Schlager aus. Ein genaues Datum könne sie derzeit noch nicht benennen.

BU: Nachdem wochenlang auf der Baustelle alles still zu stehen schien, sind die Mitarbeiter der Strabag wieder aktiv, um den Verzug wenigstens ein Stück weit aufzuarbeiten.       Foto: BAB/sd
 

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