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Olaf Borchardt nach 16 Jahren als Bürgermeister verabschiedet – Marco Rutter freut sich auf Herausforderungen als neues Gemeindeoberhaupt

Abschied und Willkommen in der kommunalen Familie

Datum: 09.05.2018

Petershagen/Eggersdorf (sd). Die Stichwahl machte zuletzt klar: Marco Rutter beerbt Olaf Borchardt nach 16 Jahren als Bürgermeister des Doppeldorfs. Seit Anfang Mai ist er nun offiziell im Amt. Zur Bürgermeisterwahl hatte Olaf Borchardt bereits im Vorfeld angekündigt, nicht erneut zu kandidieren, sondern in den Ruhestand zu gehen. „Es ist ein Abschied aus der kommunalen Famlie. Die Arbeit in der Kommunalpolitik machte großen Spaß, auch wenn es nicht immer einfach war. Ein spannender Job, bei dem ich immer wieder auf Kollegen traf, die ähnliche Probleme hatten, sodass ein reger Austausch herrschte“, fasst Borchardt zusammen, der sich nun auf den Ruhestand und mehr Zeit für die Familie freut. Im kleinen Rahmen hatte er zum Abschied in geselliger Runde geladen. Amtskollegen, Vertreter von Vereinen und öffentlichen Einrichtungen, Schule und Kindereinrichtungen, Landrat, Amtsdirektor, Polizei, Wasserverband – zahlreiche Wegbegleiter waren der Einladung gefolgt. Angesichts der vielen Gäste, die die Gelegenheit nutzten, sich zu verabschieden und für die gute Zusammenarbeit zu danken, um gleich darauf den neuen Bürgermeister willkommen zu heißen, wurde es schnell voll im Raum der Giebelseehalle.  „Demokratie lebt vom Wechsel. Wir können stolz sein auf die kommunale Selbstverwaltung und Bürgerinnen und Bürger, die über dieses Werkzeug mitbestimmen“, so Landrat Gernot Schmidt. Pfarrerin Thekla Knuth von der evangelischen Kirchengemeinde ist seit elf Jahren im Doppeldorf aktiv. Sie betonte jedoch eine für beide Seiten angenehme Zusammenarbeit. Ihre erste Begegnung mit Olaf Borchardt – morgens beim Einkaufen – beschwingte sie für ihre Aufgaben, wie Thekla Knuth in einer witzigen Annekdote erinnerte. Sowohl für Borchardt als auch für Rutter hatte sie einen Filzengel und jeweils einen Segen dabei.Ob bei den benachbarten Kommunen – sogar Ralf Lehmann aus Bad Freienwalde kam zur Verabschiedung –,  bei der FAW-Schule, dem Internationalen Kinderbauernhof Mümmelmann oder dem WSE-Vorstand – Borchardt hinterlässt vielfältige Spuren und Eindrücke. Dietrich Deinert und Brigitte Markstein vom Kinderbauernhof hatten einen eigens angefertigten Staffelstab dabei, der symbolisch übergeben wurde. Angesichts der vergangenen Jahre und bewältigten Aufgaben bemängelte manch einer der Anwesenden, der kleine Rahmen werden Borchardts Wirken und Abschied nicht gerecht.Den Schlüssel für das Rathaus hatte Marco Rutter bereits im Vorfeld erhalten und war schon zur Vorbereitung bei den Ausschüssen und der Gemeindevertretersitzung im April. „Das Ergebnis der Stichwahl hat mich überrascht, zumal es sich über beide Ortsteile widerspiegelte und ich teils noch zulegen konnte“, erinnert Rutter an die Stichwahl gegen Monika Hauser.Doch bevor es für den Gemeindewehrführer ins Rathaus ging, galt es noch einiges zu erledigen. So löste er zum 31. März sein Arbeitsverhältnis auf. „Sogar einige meiner Kunden verfolgten die Entwicklung des Wahlkampfes. Dank eines offenen Austauschs ging das recht unkompliziert, wofür ich meinem ehemaligen Arbeitgeber danke“, so Rutter. Zunächst galt es für ihn, bei einer Woche Urlaub Zeit mit seiner Partnerin und seiner Tochter zu verbringen und abzuschalten. Während des Wahlkampfes sei manches zu kurz gekommen und wenn er voll und ganz im neuen Amt sei, werde sich das wohl kaum ändern, weiß Rutter. Im steten Kontakt mit seinem Amtsvorgänger und den Mitarbeitern lernte Rutter die Verwaltung kennen, wurde an Probleme und aktuelle Fragestellungen herangeführt. „Es geht mir darum, einen möglichst reibungslosen Übergang zu schaffen. Ich fühle mich den Herausforderungen gewachsen und bin voller Tatendrang“, zeigt sich Rutter zuversichtlich. Außerdem habe Borchardt angeboten, bei Fragen jederzeit zu helfen, sodass Rutter besonnen und ruhig das Bürgermeisteramt antreten kann. Überhaupt seien ihm Schwerpunkte und viele Bereiche der Verwaltung bereits durch seine Tätigkeit als Gemeindewehrführer vertraut.„Auch als Bürgermeister werde ich weiter mit den Kameraden ausrücken“, ergänzt Rutter. Mit seiner Arbeit als Bürgermeister muss sein ehrenamtliches Engagement für die Feuerwehr aber etwas zurücktreten. Zum Ende des Jahres läuft seine Berufung zum Gemeindewehrführer aus. Bis dahin, erklärt Rutter, seien stufenweise Umstrukturierungen in den beiden Ortswehren angesetzt, um einen gleitenden Übergang zu schaffen. Zudem dankt er den beiden Ortswehrführern für ihre tatkräftige Unterstützung und verweist auf die neu eingerichtete Sachbearbeiterstelle in der Verwaltung, mit der die ehrenamtlichen Rettungskräfte besser unterstützt werden sollen.„Durch die umfangreiche Einarbeitung in den letzten Wochen habe ich einen sehr positiven Eindruck gewonnen, Ich wurde überall freundlich empfangen, der Umgang war stets offen und konstruktiv. Gemeinsam werden wir etwas bewegen“, fasst Marco Rutter zusammen. Neben Projekten, die sich in der Abschlussphase befinden,wie dem neuen Gebäude des Bauhofs und der Grundschulsanierung in Eggersdorf, gebe es vieles, was parallel laufe und derzeit noch in der Anfangsphase sei. Dazu zähle die Neuordnung der Verwaltung, der dringend nötige Ausbau der Petershagener Grundschule, das Kitaplatzvergabeverfahren, das Nahverkehrskonzept und anderes mehr. Indes signalisierten die Gemeindevertreter Marco Rutter bereits bei Sitzungen ihre Bereitschaft, ihn zu unterstützen und beschlossen erste notwendige Verfügungsmöglichkeiten für pragmatische und kurzfristige Maßnahmen. „Bei so viel Unterstützung und strukturierter Einarbeitung fühle ich mich sehr sicher und bin zuversichtlich, ganz im Sinne der Bürgerinnen und Bürger agieren zu können“, so Rutter weiter. Bereits bei Borchardts Verabschiedung und ersten Terminen hatte Rutter Gelegenheit, Partner der Verwaltung näher kennenzulernen und Kontakte zu vertiefen.
BU1: Symbolische Staffelstabübergabe: Olaf Borchardt (links) und sein Amtsnachfolger Marco Rutter.                           Fotos (2): BAB/sd
BU2: Dietrich Deinert und Brigitte Markstein überreichten ein Panorama der Ortsteile an Olaf Borchardt.

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