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Offene Türen der Stadtkirche boten zum Tag der Städtebauförderung besondere Einblicke

Reger Andrang auf der Baustelle

Datum: 09.05.2018
Rubrik: Gesellschaft

Altlandsberg (sd). „Betreten der Baustelle verboten“ mahnt seit dem letzten Jahr ein Schild an der Altlandsberger Stadtkirche, doch anlässlich des Tages der Städtebauförderung wurde eine Ausnahme gemacht. Interessierte konnten sich Einblicke von den Sanierungs- und Grabungsarbeiten verschaffen.Sonst beliebter Ort für Ausstellungen und Konzerte, ist die Stadtkirche seit Oktober 2017 für die Öffentlichkeit verschlossen. Sie wird saniert. Neben einer Heizung wird auch die Gestaltung überarbeitet, viel von den historischen Darstellungen wieder sichtbar, und die Gelegenheit für Grabungen zur Stadtgeschichte genutzt. Rund einhundert Besucher zählte die Sanierungsbeauftragte Grit Burkhardt kürzlich. Von 14 bis 16 Uhr konnten Besucher hautnah den aktuellen Stand der Grabungen und Sanierungen erleben. Während Architekt Manfred Thon die Planungen und den Baufortschritt bei einer kleinen Führung und mittels Projektion vorstellte und die zahlreichen Fragen beantwortete, berichtete Restauratorin Alicia Pasternak von den gefundenen Zeichnungen und der künftigen Gestaltung. Auf das Gerüst im Chorraum konnten aus Sicherheitsgründen immer nur kleine Gruppen, weshalb sich bald eine Warteschlange bildete.„Zusätzlich zur Fußbodenheizung werden wir auch Wandheizungen anbringen. Wir sind etwas hinter dem ursprünglichen Plan, sodass das Gerüst wohl erst Ende Mai in das Kirchenschiff umzieht. Entsprechend erfolgen im Chorraum dann archäologische Grabungen, wo noch einige Funde vermutet werden“, erklärte Manfred Thon den gebannten Zuhörern. Doch bevor es soweit ist, müssen die aktuellen Grabungen abgeschlossen, die Fundamente verstärkt und der Boden aufgeschüttet werden. „Wir werden immer im Prozess arbeiten. Das Gewölbe unter der Winterkirche wird für die Technik genutzt“, so Thon weiter.Die Organisatoren um Pfarrer Johannes Menard, René Koht vom Gemeinderat und Grit Burkhardt ziehen ein positives Fazit. Die Mitglieder des Freundeskreises Stadtkirche luden indes bei herrlichem Sommerwetter zu Kaffee und Kuchen.
BU: Manfred Thon (links vorne) erklärt den Gästen, wie die Sanierung der Stadtkirche geplant ist und was bislang bereits für Funde zur Stadtgeschichte gemacht wurden.     Foto: BAB/sd

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