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Zum traditionellen Jahresfest wurden auch 100 Jahre Wesendahler Feuerwehr begangen

Blaulicht zum Blütenfest

Datum: 09.05.2018
Rubrik: Kunst & Kultur

Wesendahl (sd). Schon der Titel „Blaulicht-Blütenfest“ lässt vermuten, dass zum diesjährigen Wesendahler Festhöhepunkt etwas mehr als sonst geboten wurde. Gleichzeitig wurden 100 Jahre Feuerwehr Wesendahl mit vielfältigen Vorführungen zelebriert.Auf dem Platz am Wesendahler Dorfanger herrschte buntes Treiben. Die Besucher drängten in das große Zelt, um etwas vom bunten Bühnenprogramm erhaschen zu können ebenso wie draußen an Fahrgeschäften, Hüpfburg, Modelleisenbahn, Überschlagsimulator der Straßenverkehrswacht und den kulinarischen Angeboten. Den Überblick behielt neben denen, die auf den Kirchturm kletterten, wohl eher der Stelzenläufer, der Kindern allerlei Luftballontiere bastelte. Hingucker waren ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr mit Fahrrad auf dem Dach ebenso wie die große Gulaschkanonen. Zur Feier des hundertsten Geburtstags der heutigen Löschgruppe Wesendahl präsentierten sich die Kameradinnen und Kameraden und wurden tatkräftig von den anderen Altlandsberger Wehren unterstützt. Ausgelassene Stimmung herrschte, bis nachmittags ein Stapel Holzpaletten in Flammen aufging. Gar nicht lange, da ertönte schon das Signalhorn und ein HLF bahnte sich einen Weg entlang der Kirche zur Wiese, wo Rauchschwaden aufstiegen. Doch die Einsatzkräfte, die nun aus dem Wagen sprangen schienen ungewohnt klein. „Die Mitglieder unserer Kinderfeuerwehr zeigen nun, was sie schon alles gelernt haben und wie sie Feuer bekämpfen können“, erklärte Wolfgang Pilchen per Megafon. Schnell waren die Schläuche angeschlossen und verlegt, der Brand erfolgreich gelöscht. Nur an wenigen Stellen gaben die aktiven Kameraden noch Hinweise und Hilfestellung – dafür gab es großen Applaus.„Wir können stolz auf unsere jüngsten Feuerwehrleute sein“, so Leiterin Tina Wojtaschek. Angesichts von 25 aktiven und 30 gemeldeten Mitgliedern sowie einer anhaltenden Nachfrage könne man sich kaum beklagen, so Wojtaschek weiter. „Viele, die jung bei uns starten, bleiben auch dabei“, berichtet die Leiterin der Alltandsberger Kinderfeuerwehr. „Es entsteht eine starke Bindung zur Wehr. Daher gibt es auch Möglichkeiten, dass sich die Jugendkräfte im Nachwuchsbereich einbringen können. Natürlich hoffen wir immer, dass die Jugendlichen zu den Aktiven aufrücken und so die Tagesbereitschaft verbesern“, erklärt Stadtwehrführer Christian Markhoff. Vor allem die Abdeckung einer Tagesbereitschaft stellt die freiwilligen Rettungskräfte vor Herausforderungen, sind sie doch meist durch Beruf und Familie gebunden und setzen sich in ihrer Freizeit für andere ein.Nur wenige Augenblicke später stieg aus einem Fass wiederum Rauch auf. Doch beim „historischen Löschangriff“ ging es nicht etwa um Brandbekämfung mit alter Ausrüstung. „Es brennt, Leute. Und wir haben keine Feuerwehr! Nun heißt es, Eimer schnappen und eine Löschkette bilden“, tönte Pilchen. Die Technik, wie vor hundert Jahren fand schnell fleißige Helfer, sodass auch der zweite Brand schnell gelöscht werden konnte – dank Bürgereinsatz. Als Lohn könne jeder aus der Löschkette mit einem Griff in die bereitstehenden Bierkästen „weiter löschen“ dankte Pilchen. So schnelle und rasche Beteiligung wünschten sich die Kameradinnen und Kameraden indes häufiger, vor allem bei der Suche nach weiteren Aktiven. Nach diesen „Einsätzen“ brannte plötzlich noch ein hölzernes Toilettenhäuschen. Nun rückten die Feuerwehrleute der aktiven Wehr an. Eine Herausforderung bestand darin, die Schläuche und Rohre zunächst mit dem mehrere Meter entfernten Hydranten an der Einfahrt zur Kirche zu verbinden. Doch mit geübten Handgriffen gelang es in Minutenschnelle und auch dieser Brand war gelöscht.Noch bis in die Nacht hinein wurde beim Blütenfest wieder ausgelassen gefeiert. Nicht nur Stammgäste freuen sich so bereits auf die nächste Auflage.
BU1: Bereits die Vorschüler und Erstklässler der Kinderfeuerwehr Altlandsberg zeigten dem staunenden Publikum, wie schnell und effektiv sie Brände unter Kontrolle bringen und löschen können.       Fotos (2): BAB/sd
BU2: Nicht nur mit ihrem eigens einstudierten Gardetanz sorgten die Kinder und Erzieherinnen der Kita „Bummi“ für Stimmung im Festzelt an der Wesendahler Kirche.

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