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Jürgen Henze wurde verabschiedet – Vielfältiges Wirken gewürdigt und Resonanz von allen Seiten

Lob und Anerkennung für 16 Jahre Einsatz

Datum: 09.05.2018
Rubrik: Gesellschaft

Neuenhagen (la). Jürgen Henze ließ alle Reden äußerlich gefasst über sich ergehen. Dass es an ihm doch nicht spur- und emotionslos vorüberging, was in knapp 90 Minuten über ihn gesagt wurde, lässt sich daran erahnen, dass er während der kürzlichen offiziellen Verabschiedung aus seinem Amt ständig die Nähe seiner Frau Ursula suchte.Die Rednerliste derjenigen, die ihn in den Ruhestand entlasssen  wollten, war lang. Tenor bei allen war, dass Jürgen Henze nicht nur Bürgermeister, sondern vor allem „Mensch“ war.Dr. Klaus Obendorf, Stellvertretender Vorsitzender der Gemeindevertretung, der die Laudatio hielt, erwähnte, dass während Henzes  Amtszeit unter anderem das Rathaus für fünf Millionen Euro erweitert, ein neues Feuerwehrdepot gebaut und eine bis drei Millionen Euro jährlich in den Straßenbau investiert wurden. Neuenhagen sei familien- und kinderfreundlicher geworden, woran Jürgen Henze großen Anteil gehabt habe - nicht zuletzt durch die Neubürgerbegrüßung, den Tag der Familie und seine Nikolausauftritte in Kitas. Henze habe Neuenhagen geprägt, er hätte ständig in der ersten Reihe gestanden und den Dampfer 16 Jahre auf Kurs gehalten.Jörg Vogelsänger, Brandenburgs Minister für ländliche Entwicklung, überbrachte Grüße von Ministerpräsident Dietmar Woidke und dem ganzen Kabinett. Als „Geschenk“ hatte er 122.000 Euro für ein Wegeleitsystem für die Ausschilderung von Radwegen zu den Nachbargemeinden mitgebracht.Grünwalds Bürgermeister Jan Neusiedl bezeichnete Henze als einen „Pfundskerl“, Karsten Knobbe, Hoppegartens Bürgermeister, schätzt Henze als jemanden, der „immer mit Herz und Schnauze agiert“. Zuletzt war es am neu gewählten Bürgermeister Ansgar Scharnke seinen Vorgänger zu verabschieden. Jürgen Henze habe Neuenhagens Entwicklung stark geprägt. Er habe großen Respekt vor der Lebensleistung und sehe den scheidenden Bürgermeister als Glücksfall für die Gemeinde. In Henzes große Fußstapfen zu treten, müsse er noch lernen.Das letzte Wort hatte Jürgen Henze selbst: „ Ein Bürgermeister ist nicht allein, er ist so gut wie seine Verwaltung. Was in Neuenhagen geschafft wurde, haben wir zusammen als kommunale Gemeinschaft erreicht.“Er teilte schmunzelnd mit, in Neuenhagen zu bleiben, da er kein Haus auf Rügen oder Hiddensee habe. „Nun ist es soweit“, sagte Jürgen Henze am Ende seiner Rede. Das „Endlich“ ließ er bewusst aus, denn vermissen wird er schon etwas: „Mir wird das „Guten Morgen, Chef“ meiner Sekretärin fehlen.“
BU: Führungswechsel: Jürgen Henze (Zweiter von rechts) wurde im Max-Thormann-Saal als Bürgermeister verabschiedet.        Foto: BAB/la

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