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Die Polizei codierte 90 Fahrräder, Sicherheitspartner warben um neue Mitglieder

Der Bahnhofstag in Hönow war voller Erfolg

Datum: 09.05.2018
Rubrik: Gesellschaft

Hönow (la). „Mein Rad ist total neu, ich hab´s gerade erst vor 48 Stunden für 600 Euro gekauft. Gerade rechtzeitig las ich von der Aktion, dass die Polizei hier heute kostenlos Fahrräder codiert“, sagt Peter Rossa. Einen Augenblick später hat sein Rad auch schon von Jürgen Schirrmeister, Koordinator Prävention in der Polizeiinspektion Märkisch-Oderland, einen eingestanzten Code bekommen.Die Nachfrage auf dem kürzlich stattgefundenen Bahnhofstag am U-Bahnhof Hönow war groß, so Polizeiobermeisterin Sandra Heisinger: „Insgesamt haben wir etwa 90 Räder codiert. In Brandenburg beinhalten die Ziffern des Codes den Landkreis, Wohnort, die Straße und Hausnummer sowie die Anfangsbuchstaben des Vor- und Zunamens des Besitzers.“ In Berlin käme noch wegen doppelt vorkommender Strassennamen das Geburtsdatum dazu, erklärt Heisinger.Gleich daneben ist ein Stand des „Schutzvereins Hönow e.V.“. Dessen Vorsitzender Ronald Folgert erzählt: „Seit 18 Jahren haben wir schon eine Sicherheitspartnerschaft mit der Polizei und arbeiten eng mit dem Ordnungsamt Hoppe-garten zusammen. Wir laufen an Brennpunkten, wo also etwas vorgefallen ist, zu zweit zu unterschiedlichen Zeiten Streife.“ Die Bürger seien zwar dankbar dafür, aber sich selbst an den Gängen zu beteiligen, hätten nur wenige Lust. „Wir sind eine dufte, tolle Truppe, unternehmen viel zusammen, sind aber leider nur 14 Mitglieder, davon zwei Frauen. Wer sich bei uns einbringen möchte, ist gern gesehen. Dafür muss man nur ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen“, so Ronald Folgert weiter.Wenn es im Herbst früh dunkel werde und die Einbruchsquoten ansteigen, sei es besonders notwendig, leichtsinnige Bürger darauf hinzuweisen, dass zum Beispiel mal ein kurz offen gelassenes Garagentor eine willkommene Einladung für Diebe darstelle. Deshalb sei der direkte Kontakt mit den Anwohnern so wichtig.Das bestätigt der Vorsitzende des „Birkensteiner-Siedler-schutzvereins e.V.“, Mario Brenn, der sich auch am Bahnhofstag beteiligte. „Wir unterstützen die Gemeinde bei solchen Aktionen wie den Bahnhofstag, zeigen Präsenz und werben Mitglieder“, so Brenn. Allerdings ist Letzteres schon nicht mehr nötig, da dieser Verein seine maximale Mitgliederzahl von 30 Personen, wovon fünf Frauen sind, erreicht hat. Warum nur 30? „Nun, in Birkenstein sind die zu patroullierenden Gebiete kleiner als in Hönow und die Leute kennen sich besser, so dass weniger Einbrüche zu verzeichnen sind“, sagt Mario Brenn.Jürgen Schirrmeister ist dankbar, dass es die Sicherheitspartnerschaft mit den Vereinen gibt. Denn gerade das persönliche Gespräch mit den Nachbarn, der Hinweis auf ein offen stehendes Fenster habe schon so machen Einbruch verhindert. Eine „Leistung“, die die Polizei allein zu leisten nicht imstände wäre.
BU: Sicherheitspartner: Jürgen Schirrmeister, Mario Brenn, Klaus Woischnik, Ronald Folgert, Hans-Christoph Grigo (v.l.)        Foto: BAB/la

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