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Bezahlbarer Wohnraum, Treffpunkte und Busverkehr von großem Interesse

Auch im Alter gut leben in Bernau

Datum: 09.05.2018
Rubrik: Gesellschaft

Bernau (e.b.). Was braucht man in der zweiten Lebenshälfte vor allem? Und ist die Stadt auf die Bedürfnisse einer stetig wachsenden älteren Bevölkerung eingestellt? Darum drehte sich die öffentliche Fraktionssitzung der Bernauer Linksfraktion in der Stadtverordnetenversammlung vergangene Woche Mittwoch im Treff 23.
Viele Anwesende waren sich darüber einig, dass bezahlbare, altengerechte Wohnungen an erster Stelle stehen. Jens Häßler, Geschäftsführer der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Wobau berichtete, dass die Gesellschaft sich bei allen Neubauprojekten der letzten Jahre genau darum bemühe. Im Bestand der Wobau seien inzwischen 17 Prozent der Wohnungen barrierefrei erreichbar. Dennoch reiche das bei weitem nicht aus. Er forderte auf, in Planungsgebieten darauf zu dringen, dass auch private Bauherren bei ihren Neubauvorhaben einen Anteil von geförderten Sozialwohnungen erbringen.
Ein weiteres zentrales Thema für die ältere Generation ist ein gut erreichbares soziales Netz. Darauf verwiesen Prof. Dr. Karin Schießl von der Volkssolidaritätsgruppe in Waldfrieden/ Waldsiedlung und Joachim Klein, Vorsitzendes des Brandenburger Seniorenbeirates in Bernau. Sie forderten von der Stadt, einen Seniorenplan zu erstellen.
Es brauche preiswerte Treffpunkte für die Vereine und Selbsthilfegruppen in mehr Wohnquartieren und ein verbessertes Busangebot. Bernaus Bürgermeister André Stahl und der Stadtverordnete Dominik Rabe (Die Linke) sicherten zu, dass der Treff 23 auch nach dem Umbau ein barrierefreies Haus der Begegnung sein werde. Für die Bauzeit stelle beispielsweise das städtische Regine- Hildebrandt-Heim Räume zur Verfügung. „Doch diese Treffpunkte werden wir nicht in jedem Wohngebiet anbieten können“, so Stahl. Daher sei die Verbesserung des Busverkehrs innerhalb Bernaus von Bedeutung. Die Mittel dafür wären beim Landkreis als Verantwortungsträger für den ÖPNV eingeplant.
Für Mehrgenerationen-Angebote setzte sich Karina Berg vom Verein Freidenker Barnim e. V. ein. Sie bot an, die Räume der Kinder- und Jugendhäuser in Vereinsträgerschaft auch für Familien und Senioren zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedürfe es dazu eines Beschlusses der Stadtverordneten und der entsprechende Förderung. Dazu gab zwar kontroverse Meinungen, doch Anja Schreier von der Frakima betonte, dass das in ihrer Einrichtung bestens funktioniere.

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