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Gemeinde baut alten Altar neu auf

Honigkirche Neu Hartmannsdorf

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Beitrag: Honigkirche Neu Hartmannsdorf

Rubrik: Archiv

Felix Handrik war früher mal Bäcker, deshalb steht er hier am Ofen. Aber statt zu Backen, schmilzt er Bienenwachs, das hat er noch nie gemacht. Die Gemeindemitglieder der Hoffnungskirche, auch Honigkirche genannt, wollen ihren Altar wieder erschaffen. Dazu benötigen sie Wachs, viel Wachs, etwa eine Tonne. Im April entdeckten die Gemeindemitglieder in Neu Hartmannsdorf den Schaden. Ihr Altar aus Bienenwachs war von innen zerfault. Zuviel Holz wurde in die Konstruktion mit eingebaut. Eine Rettung war nicht möglich. Und so beschlossen sie einen neuen Altar zu bauen. Wenn das Wachs geschmolzen ist kann Felix Handrik es in Eimer füllen. Zum Glück lässt es sich gut verarbeiten, so konnten auch rund 500 kg aus dem alten Altar gerettet werden. Der Rest wurde von vielem Imkern aus Brandenburg und ganz Deutschland gespendet. Bienenwachs ist wertvoll. Hier wird Material im Wert von über 5.000 Euro verarbeitet. Durch die vielen Spenden blieb den Dorfbewohnern eigentlich nur übrig den Altar wieder aufzubauen. Möglichst so, wie er mal war. Rainer Landowski aus Neu Zittau ist für den Guss verantwortlich. Immer Schicht für Schicht wird gearbeitet. Es darf nicht zu schnell gehen, denn das Wachs kühlt sehr schnell aus und könnte Risse bekommen. Ein langwieriger Prozess. Jedes Gemeindemitglied darf einmal das Wachs gießen, damit alle an ihrem Altar beteiligt sind. Eine Arbeit, die von ihnen noch keiner gemacht hat. Draußen schmilzt Felix Handrik weiter das Wachs. Am ersten Adventswochenende wollen sie fertig sein. Wenn alles gut geht kann der Altar dann am zweiten Advent feierlich eingeweiht werden.

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