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Pläne von Rehfelder Genossenschaft stoßen auf Kritik

Streit um Energieversorgung

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Beitrag: Streit um Energieversorgung

Rubrik: Archiv

Ein Windkraftfeld zwischen Werder und Zinndorf, zwei Dörfer der Gemeinde Rehfelde. Um die 30 Windkraftanlagen stehen hier, geht es nach dem Willen der Genossenschaft Rehfelde-EigenEnergie sollen noch zwei dazukommen. Dafür haben sie vor drei Jahren eine Genossenschaft gegründet. Für alle Rehfelder Bürger soll so der Strom preiswerter werden. Die nötigen Windräder dafür wollen sie sich anschaffen. Der Bebauungsplan wurde bereits dafür geöffnet. Doch in Zinndorf regt sich Widerstand. Ortsvorsteher Detlev Krüger wohnt hier in einer Siedlung direkt an den Windkraftanlagen. Schon heute klagen die Bewohner über Beeinträchtigungen. Die Windräder sind laut und verschandeln die Landschaft, sind ihre Argumente. Dadurch würden ihre Grundstücke an Wert verlieren. Auf keinen Fall sollen hier noch mehr Windräder her. Die Initiatoren von Rehfelde-EigenEnergie versichern aber, dass der Bebauungsplan nur für die zwei Windräder geöffnet wird und keine weiteren Anlagen dazukommen. Und auch mit mehr Lärm wäre nicht zu rechnen, obwohl die Türme der neuen Windräder höher wären, als die bisherigen. Wie stark die Belastung durch die vorhandenen Windräder bereits ist, wurde im Dezember gemessen. Windgeschwindigkeit, Rotordrehung und Leistung der Anlagen werden hier erfasst. Gleichzeitig werden die Schallpegel von den Fachleuten gemessen, so kann errechnet werden, wie groß die Belastungen an den Wohnhäusern ist. Die Mitglieder der Fraktion Für Rehfelde Werder Zinndorf zweifeln aber auch den wirtschaftlichen Sinn der neuen Anlagen an. Viele Bürger aus Zinndorf und Werder können das Projekt nicht nachvollziehen. An einen Preisvorteil für Strom glauben sie nicht. Doch die Genossenschaftler sagen, sie habe alles gut durchgerechnet und planen nur Projekte, die sich auch wirtschaftlich tragen. Ende des Monats werden die Ergebnisse der Lärm-Messungen veröffentlicht. Dann wird es neue Argumente im Streit um das für und wider der Windkraftanlagen geben. Es wird ein langer Weg sein bis sich Rehfelde tatsächlich mit eigenem Strom versorgt.

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