Nachrichten - Gesellschaft

Spendenaktion der Volkssolidarität Barnim / Immer mehr Familien treffen auch in Eberswalde ein

Warme Winterkleidung für Flüchtlinge

Datum: 14.01.2016
Rubrik: Gesellschaft

Eberswalde (uk). “Wir helfen Flüchtlingen. Und du?“ - diesem Aufruf der Volkssolidarität Barnim waren mehr als 50 Spender aus den Reihen des Wohlfahrtsverbandes in kurzer Zeit gefolgt. In enger Abstimmung mit der Stadt Eberswalde wurden alle Ortsgruppen aufgerufen, sich an der Spendenaktion „Warme Winterkleidung für Flüchtlinge“ zu beteiligen. Die Mitglieder der Volkssolidarität hatten sich dabei vor allem auf dringend benötigte Dinge wie warme Winterkleidung für Männer kleiner Konfektionsgrößen, weiterhin Mützen, Schals und Handschuhe sowie verschließbare Taschen, Reisetaschen und Rucksäcke konzentriert. Kerstin Maier, Geschäftsführerin der Volkssolidarität Barnim, war mit Thomas Schulz, Hausmeister und gleichzeitig Fahrer des Kleintransporters, mit den begehrten Sachen für die Flüchtlinge auf dem Hof vor der Kleiderkammer des Kirchenkreises Barnim an der Eberswalder Eisenbahnstraße 84 vorgefahren. „Nur Anteil zu nehmen reicht nicht aus, wir wollen helfen“, so der Standpunkt von Kerstin Maier. Sichtlich erfreut zeigte sich Tino Kotte, Koordinator der Kleiderkammer. Für ihn war die Übergabe eine wichtige Aktion, denn besonders am Anfang des Jahres sei die Spendenbereitschaft generell nicht so hoch. Besonders die Taschen und Koffer seien wichtig, da die Flüchtlinge nicht ständig in den beiden Eberswalder Notunterkünften bleiben. „Sie bekommen bei uns eine Erstausstattung und der Aufenthalt schwankt von einem Tag bis vier Wochen.“ Seit Anfang Oktober 2015, als die Kleiderkammer für Flüchtlinge eröffnet wurde, habe die Einrichtung bisher rund 500 Bedürftigen geholfen. Bis zu 70 Asylbewerber mussten an manchen Tagen versorgt werden. Die Stadt Eberswalde gab dabei Unterstützung. Seit Anfang des Jahres 2016 sind zwei Arbeitsstellen in der Einrichtung im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes geschaffen worden. Tino Kotte weist auch darauf hin, dass inzwischen nicht mehr vordergründig alleinreisende junge Männer eintreffen, sondern immer mehr Familien kommen. Kleiderspenden werden weiterhin zu den Öffnungszeiten der Kleiderkammer entgegengenommen oder können in Tüten verpackt in der Sammelbox auf dem Hof an der Eisenbahnstraße 84 eingeworfen werden.

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