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Baubeginn für Rehfelde EigenEnergie

Fundamente für eine Energiezukunft

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Beitrag: Fundamente für eine Energiezukunft

Datum: 24.01.2017

Als vor fünf Jahren die Idee entstand, Rehfelde mit selbsterzeugtem Strom zu versorgen, wurde der damalige neugegründete Arbeitskreis Rehfelde EigenEnergie von vielen Stellen eher belächelt. Die Energiewende von unten war das Ziel der Rehfelder Initiatoren und sie konnten mit ihren Konzepten überzeugen, sodass aus dem Arbeitskreis eine eigene Genossenschaft entstand, die das nötige Kapital aufbringen sollte, um die Errichtung zweier Windkraftanlagen zu ermöglichen. Heute erfolgte auf dem Windfeld in der Nähe der Rehfelder Ortsteile Werder und Zinndorf der erste Spatenstich für die Errichtung der beiden Anlagen.

Heinz Kuflewski und Helmut Grützbach von der Genossenschaft Rehfelde EigenEnergie beim ersten Spatenstich für eines der beiden Windräder, die hier gebaut werden. Die Freude ist groß, dass es endlich soweit ist. Billiger Strom für die Rehfelder Bürger ist das Ziel. Am 15. Dezember starteten die ersten baulichen Maßnahmen: Zuwege zu den Baustellen, über zwei Kilometer von den Rehfelder Ortsteilen Werder und Zinndorf entfernt und damit noch hinter dem bestehenden Windanlagenfeld, wurden über den Acker angelegt. Die Eberswalder Firma Rouvel leistete die Vorarbeit bevor die Fachkräfte des Unternehmens „Max Bögl“, das mit dem eigentlichen Bau der Anlagen beauftragt ist, ans Werk gingen. Bei einer Nabenhöhe – der Punkt, an dem die Rotorblätter aufgehängt sind – von 141 m wird mit einem jährlichen Energieertrag von 14.500 Megawattstunden pro Anlage gerechnet. Genug Energie für die Rehfelder. Doch von Anfang an gab es auch kritische Stimmen gegen das Projekt. Die Windräder sind laut und verschandeln die Landschaft, so die Gegner. Dadurch würden ihre Grundstücke an Wert verlieren. Auf keinen Fall sollten hier noch mehr Windräder her. Es wurde untersucht wie beispielsweise Schattenwurf – eine oft unterschätzte Belastungsquelle für Anwohner – und Flugwege von Fledermäusen und Vögeln sind. Kurzzeitige Abschaltungen der Rotoren sollen negative Effekte verhindern. Auch mit mehr Lärm sei nicht zu rechnen, obwohl, die Türme der neuen Windräder höher sind, als die bisherigen. Derzeit werden noch Verhandlungen mit Energielieferanten geführt, die die Vermarktung übernehmen, da die Genossenschaft dies nicht leisten kann. Läuft alles weiterhin nach Plan, kann ab Juni/Juli erzeugter Strom der zwei Anlagen ins Netz gespeist werden. Als „Rehfelder Tarif“ soll der grüne Strom die Region versorgen. Eine Zielsetzung ist es, mit dem Preis noch unter dem Tarif des Grundanbieters zu bleiben.

Bericht: Stephan Dreyse
Kamera/Schnitt: Christoph Mann

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