Nachrichten

Werksschließung in Eberswalde / Senvion-Mitarbeiter wollen kämpfen

Die Energie ist (r)aus!

Diesen Beitrag jetzt bestellen

Beitrag: Die Energie ist (r)aus!

Datum: 15.03.2017

Es scheint als würde sich die Situation gerade Wiederholen –zu hören war schon der Titel Bahnwerk 2.0. Es geht um das Windkraftanlagen-Werk von Senvion in Trampe. Am Montag erfuhren die Beschäftigten, nach eigenen Aussagen ganz unsanft, dass die Produktion eingestellt und das Werk geschlossen wird. Damit bestätigten sich die seit gut zwei Wochen kursierenden Gerüchte einer möglichen Schließung. Die Mitarbeiter werden kämpfen, das machten sie heute ganz deutlich bei einer Kundgebung, zu der auch viele Gäste aus Politik und Wirtschaft kamen, um ihre Unterstützung zuzusichern. Es war eine Hiobsbotschaft – nicht nur für die über 100 Mitarbeiter des Senvion-Werkes in Trampe, sondern auch für die regionale Wirtschaft. Das Windkraftanlagen-Werk der Firma Senvion in Trampe wird geschlossen – die Produktion am Standort völlig eingestellt. Auf einer Kundgebung vor den Werkstoren machten die Mitarbeiter am Mittwoch ihren Unmut deutlich und demonstrierten gegen die geplante Schließung. Erst am Montag haben die Mitarbeiter offiziell von der Schließung erfahren. Zuvor kursierten bereits Gerüchte, die sich nun bestätigt haben. Ganz deutlich kündigten die Mitarbeiter am Mittwoch ihren Kampf um den Erhalt des Werkes und ihren damit verbundenen Arbeitsplätzen an. Unterstützung dabei sicherte auch Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber zu. Er versuchte, den Beschäftigten Mut zu machen und erzählte auch von seinen Erfahrungen im Kampf um den Erhalt des Bahnwerkes. Dennoch ist die Situation eine andere, das weiß auch der Minister. Solidarisch zeigten sich indes auch die Bahnwerker aus Eberswalde, die ebenfalls an der Kundgebung teilnahmen um den Betroffenen vor Ort Mut zu machen. Die Beschäftigten des Werkes in Trampe werden kämpfen. Das haben sie heute lautstark angekündigt. Ihren Frust gegenüber der Führungsspitze machten sie ganz deutlich – auch als der Personalmanager zu den Beschäftigten sprach. Er betonte, dass die Schließung rein wirtschaftliche Gründe hat und dass das Unternehmen auch nach Lösungen für die Mitarbeiter sucht. 17 Azubis lernen derzeit noch im Tramper Werk. Hinzu kommen rund 50 Produktionsmitarbeiter, sowie Beschäftigte im Verwaltungsbereich. Sie alle sind zunächst schockiert, werden alles für den Erhalt des Werkes tun und weitere Maßnahmen ergreifen. Auch der Landkreis Barnim sicherte Unterstützung zu. Barnimer Vizelandrat und Wirtschaftsdezernent Carsten Bockhardt versprach, im Falle einer Schließung Alternativen für die Mitarbeiter anzubieten. Auch würde man nötigenfalls versuchen, einen anderen Windenergieanlagenhersteller für den Tramper Standort zu finden.

Weitere Meldungen aus dieser Rubrik

„Wohnungen, die wir brauchen“

Bernau (fw). Das Bernau wächst, ist längst kein Geheimnis mehr. Immer mehr Menschen ziehen in die Stadt... [zum Beitrag]

Neues Boot auf dem Wunschzettel

Hohenwutzen (ma). Es ist schon Tradition beim SPD-Ortsverein in Bad Freienwalde, jährlich eine... [zum Beitrag]

Zukunft für alte Polizei

Seit mehr als einem Jahr steht die ehemalige Polizeiinspektion in der Wriezener Straße in Strausberg jetzt... [zum Beitrag]

Familienunternehmen mit Tradition

Dass ein Familienunternehmen auf 100 Jahre Geschichte zurückblickt ist etwas ganz besonderes. Das Autohaus... [zum Beitrag]

Meilenstein für Basdorfer Gärten

Basdorf (fw). Mit 16 Millionen Euro sind die Basdorfer Gärten das größte kommunale Wohnungsbauvorhaben in... [zum Beitrag]

Auftakt: Feierlicher Abbruch

Rehfelde (sd). Statt mit einem ersten Spatenstich oder einer Grundsteinlegung begann das jüngste... [zum Beitrag]

Workshop zur EU

Woher kommt der Euroskeptizismus? Mit dieser und anderen Fragen zu Europa befasste sich ein Workshop der... [zum Beitrag]

Angst um GefAS

Die Gesellschaft für Arbeit und Soziales in Erkner schlägt Alarm. Das Grundstück, das sie im Fichtennauer... [zum Beitrag]

Sportförderung: Erster Entwurf...

Bad Freienwalde (ma). Seit Jahren wird eine Überarbeitung gefordert und diskutiert. Nun zeigten sich die... [zum Beitrag]