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Wohngebiet Konrad-Zuse-Straße nimmt Form an

Spatenstich zur letzten Erschließungsstraße

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Beitrag: Spatenstich zur letzten Erschließungsstraße

Datum: 28.06.2017
Rubrik: Gesellschaft

27 Jahre nach der Wende hat es die Stadt Bernau geschafft, ein weiteres ehemaliges militärisches Gelände mitten in der Stadt bewohnbar zu machen. Die Rede ist vom Wohngebiet Konrad-Zuse-Straße/Schönower Chaussee. Hier fand am Dienstag der symbolische erste Spatenstich für die letzte Erschließungsstraße statt. 29 Einfamilienhäuser stehen bereits, doch damit auch die anderen Grundstücke bebaut werden können, braucht es eine weitere Erschließungsstraße. Bis auf weiteres wird die neue Erschließungsstraße aus Schotter bestehen, doch wenn die Häuslebauer fertig sind, wird die Straße „hübsch“ gemacht und erhält den Namen Marga-Faulstich-Straße.

 

Das einst militärisch genutzte Gelände an der Konrad-Zuse-Straße in Bernau verwandelt sich Schritt für Schritt in ein Wohngebiet. Nachdem dort bereits einige Häuser gebaut wurden, entsteht nun die letzte Erschließungsstraße. Am Dienstag fand der Spatenstich statt, der den Baustart dafür symbolisiert. In der nächsten Zeit werden dort Leitungen verlegt, bevor eine vorübergehende Zuwegung entsteht. Sie wird für die Bebauung der dort liegenden Grundstücke genutzt. Wenn die Häuslebauer fertig sind, wird die Straße „hübsch“ gemacht. Es entsteht eine Fahrbahn mit Gehweg und Grünbepflanzung. Bernaus Bürgermeister André Stahl zeigte sich froh darüber, dass das 4,2 Hektar große Gelände nun für die Zivilbevölkerung genutzt werden kann. So stellte die Altlastenbeseitigung eine Herausforderung dar und auch die wirtschaftliche Nutzung nach dem Abzug der vorherigen Nutzer Anfang der 1990-er Jahre stellte sich als schwierig dar. Im Jahr 2014 trafen die Bernauer Stadtverordneten die Entscheidung, das Areal für Wohnbebauung zu nutzen. Insgesamt wurden 48 Grundstücke ausgewiesen, 42 davon sind für Einfamilienhäuser gedacht, der Rest sind für Mehrfamilienhäuser. In der Nähe soll zudem Geschosswohnungsbau entstehen, so dass vor Ort eine „interessante Mischung“ entsteht, wie Stahl es ausdrückte. Vorangetrieben wurde das Projekt durch die städtischen Gesellschaften GeWoBau Gemeinnützige Wohnungsbau-Gesellschaft mbH Bernau und Stab Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH. Stab-Geschäftsführer Thomas Rebs zeigte sich mit der Vermarktung zufrieden. So teilte er bei dem Termin mit, dass alle Grundstücke seit einiger Zeit einen neuen Besitzer gefunden haben. Für 109 Euro pro Quadratmeter waren sie mit anderen Gebieten in der Stadt recht günstig gewesen und haben schnell Abnehmer gefunden. Nach Schätzungen von Andreas Müskes, Geschäftsführer der BRG Bauregie Bernau GmbH, und verantwortlich für die Planung und Projektsteuerung der Erschließung, sollen die Bauarbeiten im Jahr 2019 abgeschlossen sein. Insgesamt habe die Stadt Bernau mit Erschließung und Altlastenbeseitigung etwa 1,5 Millionen Euro investiert, teilte Stahl mit.

 

Bericht: Frank Wollgast

Kamera/Schnitt:Katja Altmann

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