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Nachwuchssicherungskonzept wird umgesetzt

Jugendarbeit für die Zukunft des Vereins

Datum: 08.09.2017
Rubrik: Vereinsleben

Eberswalde (e.b.). In der ersten Männermannschaft sind der Umbruch und das veränderte Selbstverständnis des Vereins in diesem Jahr erstmals deutlich sichtbar. Nachdem einige der früheren Spieler den Verein verlassen haben, um sich anderen anzuschließen und anderen ihre Karriere ausklingen lassen, bot sich für die Verantwortlichen die Möglichkeit, andere Wege zu gehen. Wurden in der Vergangenheit immer wieder Auswärtige an Bord geholt, kommen in dieser Saison erstmals konsequent Spieler aus dem eigenen Nachwuchs zum Zuge. Doch wie ist es um diesen Bereich im Verein bestellt? Verantwortlicher im Vorstand dafür ist Stefan Schwandt, der selbst einst als Aktiver den Jugendbereich des Vereinsvorläufers durchlaufen ist und auch in den Männermannschaften ein bekanntes Gesicht war.
Unter seiner Ägide wurde das Vorhandene gepflegt und weiterentwickelt. Und so wundert es nicht, dass auch schon bislang immer wieder Eigengewächse in den Männermannschaften auftauchten. Die Spieler sind durch die Jugendmannschaften gegangen, die stets in den höchsten Spielklassen spielten. So zum Beispiel die A-, B- und C-Jugend, die auf Landesebene spielten und hierbei vordere Plätze belegten. Die Jüngeren waren nicht minder erfolgreich, wenngleich sie altersbedingt auf Kreisebene kämpften. Aber auch die Eberswalder hatten Sorgen um den Erhalt ihrer Nachwuchsmannschaften. Nachwuchsarbeit kostet Zeit und Geld. Ehrenamtliche zu finden war und ist nicht einfach. Und der Fußball ist aufgrund seiner Popularität bei den Kindern ein starker Konkurrent. Es galt neue Wege zu gehen. Man ist weg von einem reinen leistungsorientierten Handball, hin zu ganzheitlicher Ausbildung im Handballsport gegangen. Handball erleben hieß das Motto. Aufgrund dessen wurde mit allen Verantwortlichen des Vereines ein Nachwuchskonzept aufgelegt, das neben den spielerischen Aspekten auch Aktivitäten außerhalb des Trainings zum Inhalt hat. Hierdurch erhofft man sich eine stärkere Bindung an die Mannschaft, an den Sport und an den Verein selbst. Gemeinsame Aktivitäten, wie zum Beispiel Fahrten zu Bundesligaspielen, Vorträge zu Themen der Ernährung und Schutz vor Suchtmitteln sind nur ein Teil des Konzeptes. Spieler des Vereines sollen in der Region gehalten werden. Gerade der Bereich der A- und B-Jugend ist, wie in allen anderen Vereinen auch, aufgrund des Wegzuges wegen Job oder Studium betroffen. Hier will man ansetzen, Spielern eine berufliche Perspektive zu bieten. Die Zusammenarbeit mit Firmen in der Region ist folglich auch ein Teil der Nachwuchsarbeit.
In dieser Saison wird die A-Jugend in der Kreisliga starten. Aufgrund der wenigen Spieler in der A- und B-Jugend haben die Trainer der Mannschaften beschlossen, beide Mannschaften zusammen zu schließen und ein starkes Nachwuchsteam dort antreten zu lassen. Hierdurch können die Spieler, die normalerweise dem jüngeren Jahrgang, der B-Jugend, angehören würden, mehr Spielerfahrung sammeln. Gleichzeitig können sie vom älteren Jahrgang lernen. Eine Vorgabe, welche Platzierung erreicht werden soll, gibt es nicht. Dem Trainergespann ist es wichtig, dass alle Spieler regelmäßige Einsatzzeiten erhalten und die Freude am Handballsport bleibt.
Gleiches gilt für die C-Jugend. Nachdem man im letzten Jahr schon auf Kreis-, statt Landesebene startete, wird auch in der neuen Saison dieser Jahrgang in der Kreisliga antreten. Auch hier gilt das Ausbildungsprinzip. Die Jungs sollen ihre handballerischen Fähigkeiten ausbauen und vertiefen und dies unter Wettkampfbedingungen testen. Daneben ist diese Liga nicht minder attraktiv, denn mit den Mannschaften zum Beispiel aus Lychen, Bernau und Oranienburg gab es in der Vergangenheit schon einige spannende Begegnungen. Die D- und E-Jugend werden in der Kreisliga starten. Schon wie in der letzten Saison hat der KfV Barnim/ Oberhavel beschlossen, beide Jahrgänge in Staffeln aufzuteilen. Hierdurch verringert sich die Spieleanzahl für die Mannschaften extrem und auch Begegnungen, die immer heiß umkämpft waren, fallen weg. Für den Bereich der D-Jugend hat man im Verein noch Verständnis, da hier 14 Vereine des Spielbezirkes Mannschaften gemeldet haben. Für die E-Jugend würde man sich von den Verbänden etwas Anderes wünschen. Die zwischen den Wettkämpfen zwangsläufig entstehenden Pausen sieht man als kontraproduktiv an.
Zum Abschluss aber noch etwas Erfreuliches: aufgrund der zahlreichen Neuanmeldungen wird es wieder eine Minimannschaft geben. Diese Altersklasse spielt noch nicht in Ligen. Die Kinder kämpfen um Medaillen in „Mini-Spielfesten“. Hier steht der reine spielerische Charakter im Vordergrund; die Kinder sollen Spaß haben und Gefallen an der Sportart finden. Kontakt: per E-Mail unter info@handballeberswalde. de oder Ricardo Thomas, Nachwuchstrainer, 0152/54578388.

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