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Treffen der Projektpartner von Kulturerbe-Orten des Oderbruchs im Schloss Altranft

Intensive Suche nach dem Kulturerbe

Datum: 13.10.2017
Rubrik: Gesellschaft

Altranft (ma). Das Team des Oderbruch Museums Altranft sucht derzeit intensiv nach Kulturerbe-Orten, die etwas über die einzigartige Kulturlandschaft Oderbruch erzählen können. Seit dieser Saison lädt auch eine neue Ausstellung im Museum „Schaukasten Oderbruch“ dazu ein, diese Orte zu besuchen. Insgesamt zehn Dorfund Heimatmuseen machen als Kulturerbe-Ort in der neuen Ausstellung auf sich aufmerksam. Eine gedruckte Reisekarte zeigt, wo die Dorf- oder Heimatmuseen liegen und gibt den Besuchern wesentliche Infos wie Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Kontaktdaten mit auf den Weg. Zur Kennzeichnung jedes Kulturerbe- Ortes, zu denen später auch Schöpfwerke, Baudenkmäler oder markante Landschaftselemente zählen, erhält jeder Ort eine Emailleplakette. Die erste Kulturerbe-Plakette erhielt im Zuge seines Kolonistentages, Neulietzegöricke als ältestes der 40 Kolonistendörfer im Oderbruch. Nun ist das Museumsteam auf der Suche nach weiteren Stätten, die sich um diese Plakette bewerben können. Am Donnerstag letzter Woche fand zu diesem Anlass das jährliche Kaffee-Gespräch für Heimatkultur im Schloss Altranft statt. Vor der gemütlichen Runde der Partner und Projektteilnehmer des Oderbruch Museums führten Museumsleiter Helmut Hulitschke, Projektkoordinator Tobias Hartmann und Lars Fischer vom Programm-Büro die Teilnehmer durch die aktuelle Ausstellung. Sie zeigt unter dem Jahresthema „Wasser“ den Umgang der Oderbrücher mit der durch die Oder geprägte Landschaft. Der Rundgang endete in dem Raum, der als „Schaukasten Oderbruch“ bezeichnet wird. Nackte untapezierte Wände sollen auf den Projektcharakter der Ausstellung hinweisen. Auf dem rohen Putz einer Wand ist eine stilisierte Karte des Oderbruchs gezeichnet. Davor hängen in asymmetrischen Abständen die sogenannten „Schaukästen“. Es sind alte Kästen in Schubladengröße oder der kleinen Nachtschränkchen, die mit Objekten eines jeweiligen Ortes gefüllt sind. Für das neue Schränkchen aus Neulietzegöricke wird gerade ein passender Platz gesucht. „Wie ein Adventskalender“, bemerkte einer der Teilnehmer der Kaffee-Runde. Damit hatte er schon fast den Sinn dieser Präsentationen getroffen wie Tobias Hartmann feststellte. Die Schaukästen sind Symbole der Kulturerbe-Orte und sollen die Besucher des Museums ermuntern, ihrer Neugier freien Lauf zu lassen und die Objekte zu erkunden. Sie sollen zudem kleine Geschichten der Kultur des Oderbruchs erzählen. Dort fanden die Gespräche mit den alten und künftigen Partnern statt. Tobias Hartmann erklärte ihnen das Projekt. Denn neben der Ausweisung als Kulturerbe- Ort können die Kooperationspartner mit dem Museum Projekte zur Stärkung ihrer kulturellen Präsenz vereinbaren. Im Korbmachermuseum Buschdorf entstand so in diesem Jahr ein Ausstellungsbaustein, der auf die besondere Handwerkstradition der Korbmacherei aufmerksam macht. Künftige Projektpartner wie Heimatstuben, Kirchen, Museen oder Dörfer fi nden weiterführende Informationen auf der Website des Museums unter www.museum-altranft.de/ kulturerbe-oderbruch.html.

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