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Denkmalgerechtes Sanieren in Klosterdorf

Großes Engagement für die Kirche

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Beitrag: Großes Engagement für die Kirche

Datum: 14.11.2017
Rubrik: Kunst & Kultur

Die Klosterdorfer Kirche ist seit vier Jahren gesperrt, das soll sich zukünftig ändern. Seit drei Woche steht ein Baugerüst am Turm des Kirchengebäudes, die Sanierungsarbeiten haben begonnen. Um die hohen Kosten stemmen zu können, setzt man auf die Klosterdorfer selbst, die schon einmal für ein Großprojekt zusammengehalten haben.

Seit einigen Wochen wird schon an der Klosterdorfer Kirche gearbeitet, mehrerer Jahre blieb sie geschlossen, denn das Gebäude war nicht mehr sicher. Unverkennbar sind die Wölbungen und Risse in der zwei bis drei Meter starken Mauer der Kirche, die Ende des 13. Jahrhunderts gebaut wurde. Sogar die großen Feldsteine sind von Schäden gezeichnet. Als eine mögliche Ursache werden die beiden zusätzlichen Stützen links und rechts des Eingangs am Kirchturm gesehen. Es sei durchaus möglich, dass diese als Stabilisierung gedachten Anbauten, den Bau praktisch nach unten zögen und damit eine Spannung aufbauten, die über die Zeit zu den sichtbaren Problemen führte. Aktuell entfernen die Fachleute der Müncheberger Baugesellschaft beschädigte Steine, prüfen das Mauerwerk und ersetzen einzelne Stücke. Der Denkmalschutz spielt dabei eine sehr große Rolle. Fast alle Arbeiten müssen von Hand gemacht werden und auch die Materialen können nicht einfach im Baumarkt gekauft werden. Mit der Müncheberger Baugesellschaft hat man aber einen erfahrenen Partner gefunden. Über die gesamten Sanierungskosten gibt es noch keine Zahlen, für die aktuellen Arbeiten rechnet man aber schon mit etwa 100.000 Euro. Um die Gesamtkosten tragen zu können, haben sich die Kirchengemeinde als Eigentümer, die Gemeinde Oberbarnim und der Klosterdorfer Heimatverein zusammengetan, letzterer hat extra seine Satzung geändert um sich an der Spendensammlung für die Sanierung zu beteiligen. In der Vergangenheit hat man mit solch einer Aktion bereits Erfolg gehabt, der Klosterdorfer Teich konnte mit der finanziellen und fachlichen Unterstützung der Bürger saniert werden.

Bericht: Stephan Dreyse / Klaas Martin
Kamera/Schnitt: Klaas Martin

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