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Mit zwei „PlusBus“-Linien weitet die Barnimer Busgesellschaft ihr Angebot erst einmal im Niederbarnimer Raum aus

Engerer Takt, bessere Bahn-Anbindung

Datum: 24.11.2017

Barnim (fw). Mit der Fahrplanumstellung der Barnimer Busgesellschaft (BBG) werden erstmals auch „PlusBusse“ durch den Barnim fahren. Zwei Linien bieten ihren Fahrgästen damit einen stündlichen Takt zwischen 6 und 18 Uhr an den Wochentagen, eine bessere Anbindung an die Bahn und Fahrten am Wochenende. Die Linie 894 verkehrt ab dem 10. Dezember 2017 unter der Woche teilweise zweimal pro Stunde zwischen Bernau und Wandlitz, an den Wochenenden fährt stündlich ein Bus zwischen den beiden Orten. Stolzenhagen wird auf dieser Route von Montag bis Freitag stündlich bedient. Der Stundentakt tritt mit der Fahrplanumstellung zum Ende des Jahres auch für die Linie 896, die zwischen Bernau und Biesenthal fährt, in Kraft. Damit fi ndet das „PlusBus“-Liniennetz des Verkehrsverbundes Berlin- Brandenburg (VBB) auch im Barnim Anwendung. Ziel ist es, den ländlichen Raum attraktiv zu halten, in dem das Angebot im öffentlichen Personennahverkehr verbessert wird. Frank Wruck, Geschäftsführer der BBG, freut sich darüber, dass die „Premiumlinien“ nun auch im Barnim unterwegs sind. Rein formell hätten die Linien schon lange den Anforderungen entsprochen, doch diese zusätzliche Leistung muss fi - nanziert werden und politisch gewollt sein. Da im Landkreis Barnim vor allem der Schulverkehr abgesichert sein muss, galt Wrucks Dank vor allem Landrat Bodo Ihrke, der das Vorhaben unterstützte. Der Politiker begründete das damit, dass der Barnim mit dem Wachstum Berlins mithalten und attraktiv für Zuzügler bleiben müsse, die auf das Umland der Hauptstadt ausweichen. Dazu gehöre seiner Meinung nach nicht nur die Infrastruktur für Kitas und Schulen, sondern eben auch die des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). „Er muss einen anderen Stellenwert in der fi - nanziellen Planung bekommen“, so Ihrke bei der Vorstellung des „PlusBusses“ am Dienstag in Bernau. Da auch die SPD-Landtagsabgeordnete Britta Müller bei dem Termin anwesend war, konnte sich Wruck die Bemerkung nicht verkneifen, dass auch von der Brandenburger Landesregierung mehr für den ÖPNV in den ländlichen Regionen getan werden müsse und das Augenmerk nicht allein auf dem Schienenverkehr liegen dürfe. Müller erwiderte auf die eher spielerisch gemeinte „Schelte“, dass es durchaus einen Vorstoß ihrer Partei gebe, die ÖPNVMittel für die Landkreise zu verstärken. Das Thema sei für das Dezember-Plenum geplant und daher noch nicht wirklich spruchreif. Die Wichtigkeit sei auch vor dem Hintergrund der hohen Anzahl von Pendlern, die täglich nach Berlin zur Arbeit fahren, durchaus bekannt, so Müller. Das sind immerhin knapp 28.000. Dazu kommen mehr als 7.000 Berliner, die täglich aus der Hauptstadt in den Barnim kommen. Die Entwicklung dieser Zahlen habe in den vergangenen Jahren stark zugenommen. „Daher müssen wir zeigen, dass wir zukunftsfähig bleiben“, sagte VBB-Geschäftsführerin Susanne Henckel. Neben dem Ausbau des Schienenverkehrs setze ihr Konzern auch auf die Anschlussmobilität, also den möglichst attraktiven Umstieg von Bus auf Bahn ohne lange Wartezeiten. Frank Wruck könnte sich vorstellen, weitere Linien im Landkreis Barnim durch die „PlusBus“-Marke aufzuwerten. Dies könnte für die Linien 910 (Eberswalde – Finowfurt), 915 (Eberswalde – Lichterfelde – Altenhof) und 916 (Eberswalde – Oderberg) der Fall sein. Auch in Richtung Werneuchen sei dies seiner Ansicht nach durchaus vorstellbar.

Als Fernsehbeitrag auf: www.odf-tv.de

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